VI.I 18.4.1921, Fischlokal "Zum Lachs"

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Der Mentor
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Re: VI.I 18.4.1921, Fischlokal "Zum Lachs"

Beitrag von Der Mentor »

"Wie ich hörte, ist die Quarkspeise mit frischen Früchten empfehlenswert, Andrea hat immer...", erklärt Brokovsky und beißt sich hastig auf die Lippe. Verlegen senkt er den Blick und kramt statt weiterzusprechen seinen persönlichen Nachtisch - eine dicke, stinkende Zigarre - hervor, welche er mit einem Streichholz entzündet. "Die alten Gewohnheiten", murmelt er entschuldigend und man weiß nicht recht, ob er Andrea Piecek oder die Zigarre meint.

Als der herbei gewunkene Kellner auftaucht, lehnt er dankend ab und deutet stattdessen auf Fräulein Satorielli.
"Für mich nichts bitte ... Sie können dann auch die Rechnung bringen."

Der Lehrer gleicht Uhrzeit, Francescas Reaktion und das Verschwinden des Kellners ab, dann ergänzt er etwas steif, aber durchaus bemüht:
"Das Essen geht selbstverständlich auf mich, mein Fräulein."
"Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehn, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein." - F. Nietzsche, Aph. 146
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Francesca Satorielli
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Re: VI.I 18.4.1921, Fischlokal "Zum Lachs"

Beitrag von Francesca Satorielli »

Francesca rümpft beim Anblick der Zigarre deutlich angewidert die Nase, sagt aber nichts dazu. Den Desserttipp Herrn Brokovskys nimmt sie allerdings verzückt an und bestellt die Quarkspeise, sobald der Kellner auftaucht.
Vielen Dank für die Einladung, Herr Brokovsky.erwidert sie.
Als der Kellner ihren Nachtisch bringt, beginnt sie sogleich zu essen, Wirklich sehr gutkommentiert sie und wedelt mit der linken Hand ein paar Rauchschwaden fort, die natürlich genau in ihre Richtung ziehen.
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Re: VI.I 18.4.1921, Fischlokal "Zum Lachs"

Beitrag von Der Mentor »

"Oh Verzeihung", sagt Tomasz und wedelt den Rauch seines Glimmstengels etwas beiseite. Auf Francescas Dankesbekundung hin nickt er freundlich und begleicht die Rechnung nach einem prüfenden Blick auf Selbige. "Ich bitte Sie, das ist doch das Mindeste, wo Sie sich hier bereit erklärt haben, etwas zur Bildung der Jugend beizutragen." Der junge Lehrer lächelt und raucht geduldig auf, während Fräulein Satorielli weiterhin ihr Dessert löffelt.
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Francesca Satorielli
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Re: VI.I 18.4.1921, Fischlokal "Zum Lachs"

Beitrag von Francesca Satorielli »

Das mache ich doch gerneantwortet Francesca, nachdem sie ihren Nachtisch ausgiebig genossen hat und lächelt Tomasz an.
Nach einer Pause fragt sie,Wissen sie wie spät es in Etwa ist, Herr Brokovsky? Ich muss leider morgen arbeiten, aber Ihnen wird es wohl ähnlich ergehen hahahahhahhaakichert sie und trinkt den letzten Schluck ihres Weines.
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Re: VI.I 18.4.1921, Fischlokal "Zum Lachs"

Beitrag von Der Mentor »

Brokovski schiebt den Ärmel etwas hinauf, um einen Blick auf seine moderne Armbanduhr werfen zu können. "Kurz nach 10", erwidert er. "Und ja, für mich wird es auch langsam Zeit. Aber wir sehen uns ja dieser Tage im Museum wieder, um die besprochenen Details zu klären."

De Lehrer lächelt, legt den Zigarrenstummel in den Aschenbecher und erhebt sich dann. Er geht um den Tisch herum und ist Francesca beim Aufstehen behilflich, sobald sie soweit ist.
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Francesca Satorielli
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Re: VI.I 18.4.1921, Fischlokal "Zum Lachs"

Beitrag von Francesca Satorielli »

Francesca lässt sich mit einem leisenVielen Dankbeim aufstehen helfen und verlässt gemeinsam mit Herrn Brokovsky das Lokal.
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Re: VI.I 18.4.1921, Fischlokal "Zum Lachs"

Beitrag von Der Mentor »

Der mäßig aufmerksame Junglehrer geleitet Fräulein Satorielli noch zum nächsten Taxistand, verabschiedet sich wie es die Etikette gebieten und sieht anschließend noch einige Augenblicke dem Gefährt nach, welches die Archäologiestudentin fort trägt. Dann macht er auf dem Absatz kehrt und schlendert in die Gegenrichtung davon, ich welcher seine geräumige Dachwohnung unweit entfernt in einer Seitenstraße gelegen ist.

[Es geht weiter im nächsten Kapitel]
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