II. Ein Haus im Grünen

Benutzeravatar
Dr. David Schmidt
Adept
Beiträge: 98
Registriert: Sonntag 6. Januar 2013, 23:08

Re: II. Ein Haus im Grünen

Beitrag von Dr. David Schmidt » Sonntag 7. Dezember 2014, 14:58

David wartet bewusst darauf, dass jemand anderer ihr diesen Schubster verpasst. Damit bekommt Frau Unger das Gefühl, dass diese Entscheidung Mehrheitstauglich ist.
"When in doubt, reach for the stars. That way you'll never come up short."

"Wurde bei einem Freud Kongress weggeschickt, weil ich zu Jung bin." (unbekannt)

Benutzeravatar
Isaak Silbermann
Eingeweihter
Beiträge: 175
Registriert: Samstag 23. April 2011, 21:23
Wohnort: Berlin

Re: II. Ein Haus im Grünen

Beitrag von Isaak Silbermann » Sonntag 7. Dezember 2014, 17:20

Isaak, der bisher schweigsam die bedrückende Stimmung im Hause Lechner ertrug, verfolgt den Wort- und Blickwechsel von David und Frau Unger. Leicht neigt er seinen Kopf, um einen Blick auf den Brief zu erhalten, den die Haushälterin in ihren Händen wiegt.
Auch er wüsste nur zu gern, was darin geschrieben stand. David könnte durchaus Recht haben mit seiner Vermutung, findet Isaak und nickt diesem und der unsicher und hilflos wirkenden Hausangestellten zu. "Allerdings könnte dies eine wichtige Nachricht sein, die im Zusammenhang mit dem Vorfall um Ida steht. Der arme Mann und Vater muss erst einmal selbst wieder zu Kräften kommen, ehe er sich derartigen Angelegenheiten bezüglich seiner Tochter widmet."
Mitgefühl liegt in Isaaks Stimme und in seinem Blick, als er Frau Unger zu verstehen gibt, dass sie in diesem Fall als Unterstützung zur Verfügung stehen können.
[Probe: Überreden, 31 drunter]

Benutzeravatar
Der Mentor
Hohepriester
Beiträge: 1278
Registriert: Freitag 1. Dezember 2006, 17:16
Wohnort: Schloss Brunwald

Re: II. Ein Haus im Grünen

Beitrag von Der Mentor » Sonntag 7. Dezember 2014, 19:27

"Nun denn, wenn Sie meinen", beschließt sie und öffnet das Kuvert vorsichtig mit einem rasch aus der Schürze hervor gezauberten Schaschlikspieß. Tastend und ohne hinzusehen verstaut sie den Metallspieß, während ihre Augen zeitgleich schon begierig das Schreiben des Pflegeheims verschlingen. "Eine Einladung...", paraphrasiert sie den Inhalt für alle Umstehenden. "...des Pflegeheims St. Matthäus. Sehr geehrter Herr Lechner ... bla bla bla ... laden wir sie zum diesjährigen Patientengespräch ein ... ihre Tochter Mathilde Rendel?!?" Mit offen stehendem Mund sieht die Haushälterin in die Runde. "Ida hat eine Schwester?!?"
"Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehn, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein." - F. Nietzsche, Aph. 146

Benutzeravatar
Julius Johnsson
Eingeweihter
Beiträge: 100
Registriert: Donnerstag 14. November 2013, 19:33

Re: II. Ein Haus im Grünen

Beitrag von Julius Johnsson » Dienstag 9. Dezember 2014, 20:28

Hocherfreut nimmt Julius zur Kenntnis wie die Anderen wortgewandt Frau Unger zum Öffnen des Briefes überreden. Er selber war wohl etwas zu direkt vorgegangen denkt er sich, auch wenn seine Frage ja nicht direkt auf das Öffnen eines Briefes abzielte sondern auf die Unruhe die Frau Unger ausstrahlte, als befürchte sie etwas bestimmtes. Diese überraschende Nachricht von der Existenz einer weiteren Tochter war es jedenfalls sicher nicht, was sie so nervös gemacht hatte - schließlich stand die nun deutlich sichtbare Verdutzung einer vorherigen Befürchtung, bei der man ja zumindest immer eine gewisse Ahnung hat, entgegen. Nichtsdestotrotz war dies eine interessante Information, aber vielleicht konnte noch einer der anderen Briefe Aufschluss über Frau Ungers Verhalten geben. So wartet Julius ab, ob sie mit dem Öffnen fortfährt oder erst einmal weiter die Nachricht verdauen muss.

Benutzeravatar
Dr. David Schmidt
Adept
Beiträge: 98
Registriert: Sonntag 6. Januar 2013, 23:08

Re: II. Ein Haus im Grünen

Beitrag von Dr. David Schmidt » Samstag 13. Dezember 2014, 13:11

Die Angelegenheit wird immer verworrener findet David. Eine verschwundene Tochter und eine Tochter von denen auch die Haushälterin nichts gewusst hat. Herr Lechner und sein Haushalt scheinen einige Geheimnisse zu beherbergen. Dann waren da noch die Männer vor dem Haus und diese seltsame, wohl codierte Nachricht, die sie vor dem Betreten des Hauses erhalten hatten.
Seine Neugierde dieses seltsame Knäuel aus Informationen und Ereignissen zu entwirren war mehr als geweckt.
"Vielleicht aus einer früheren Ehe?", fragt dann David, denn die Haushälterin würde im Moment gar nichts anderes tun, bis sie diese Information einmal verdaut hatte und da sie die Gruppe von Gästen ansieht, mussten wohl sie versuchen, ihr dabei zu helfen.
"When in doubt, reach for the stars. That way you'll never come up short."

"Wurde bei einem Freud Kongress weggeschickt, weil ich zu Jung bin." (unbekannt)

Benutzeravatar
Der Mentor
Hohepriester
Beiträge: 1278
Registriert: Freitag 1. Dezember 2006, 17:16
Wohnort: Schloss Brunwald

Re: II. Ein Haus im Grünen

Beitrag von Der Mentor » Mittwoch 17. Dezember 2014, 13:54

"Aber nein, nein. Herr Lechner selbst war nie verheiratet, Ida ist seine Adoptivtochter", erklärt sie stockend. "Ich wusste nur nicht, dass es noch eine leibliche Verwandte gibt. Warum sollte Herr Lechner denn so etwas geheim halten?"
"Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehn, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein." - F. Nietzsche, Aph. 146

Benutzeravatar
Julius Johnsson
Eingeweihter
Beiträge: 100
Registriert: Donnerstag 14. November 2013, 19:33

Re: II. Ein Haus im Grünen

Beitrag von Julius Johnsson » Mittwoch 17. Dezember 2014, 15:09

"Vielleicht gibt einer der anderen Briefe Aufschluss darüber" probiert es Julius vorsichtig.
(Überreden: 58 drunter)

Benutzeravatar
Der Mentor
Hohepriester
Beiträge: 1278
Registriert: Freitag 1. Dezember 2006, 17:16
Wohnort: Schloss Brunwald

Re: II. Ein Haus im Grünen

Beitrag von Der Mentor » Mittwoch 17. Dezember 2014, 18:08

Die Stirn der Haushälterin gleicht einem Faltengebirge, als sie Julius anstarrt; ihre Brauen erinnern dabei an zwei Tragbalken in einem Bergwerksstollen, die unter der auf ihnen lastenden Masse zu kollabieren drohen. Frau Unger ist offenkundig mit der auf ihr lastenden Verantwortung überfordert, derartige Entscheidungen zu treffen. Dennoch tritt sie erneut an die Kommode heran und nimmt die dort lagernden Briefe zögerlich auf. Es müssen etwa zehn bis zwanzig sein.

Unter Kommentaren wie
"Nein, das ist sicher nichts" oder "Daran ist bestimmt nichts Ungewöhnliches" durchforstet sie die verschiedenen Umschläge, wobei ihr mühelos zusehen könnt. Das meiste scheinen den Absendern nach zu urteilen Rechnungen oder geschäftlicher Schriftverkehr zu sein. Ein Brief allerdings erregt eure Aufmerksamkeit. Zunächst einmal ist er bereits geöffnet worden, desweiteren sortiert Frau Unger ihn mit den Worten "Dieser Unsinn ganz bestimmt nicht" prompt weiter nach hinten und zu guter Letzt steht in krakeligen Großbuchstaben "FÜR IDA" darauf geschrieben.
"Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehn, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein." - F. Nietzsche, Aph. 146

Benutzeravatar
Dr. David Schmidt
Adept
Beiträge: 98
Registriert: Sonntag 6. Januar 2013, 23:08

Re: II. Ein Haus im Grünen

Beitrag von Dr. David Schmidt » Sonntag 21. Dezember 2014, 12:29

"Nein, bitte, lassen Sie uns doch ein Blick in diesen Brief werfen!", wirft David ein, "Auch wenn er beim ersten Lesen wie Unsinn ausgesehen hat, kann er jetzt doch seinen Sinn enthüllen"

Er ist einfach interessiert, ob dieser Brief von dem selben Schreiber stammte, wie der den sie vor dem Haus erhalten haben und ob er den gleichen Inhalt hatte. Es war ohnehin schon eine gute Information gewesen, dass sie nun erfahren hatten, dass Ida gar nicht die leibliche Tochter ist.
"When in doubt, reach for the stars. That way you'll never come up short."

"Wurde bei einem Freud Kongress weggeschickt, weil ich zu Jung bin." (unbekannt)

Benutzeravatar
Der Mentor
Hohepriester
Beiträge: 1278
Registriert: Freitag 1. Dezember 2006, 17:16
Wohnort: Schloss Brunwald

Re: II. Ein Haus im Grünen

Beitrag von Der Mentor » Sonntag 21. Dezember 2014, 16:24

"Meinen Sie wirklich?", fragt die gute Frau ungläubig. "Den hat so ein Straßenjunge gestern Abend vorbei gebracht, wer weiß wer den geschickt hat? Steht zumindest kein Absender drauf."

"Aber Moment ... Fräulein Ida hat ja auch einen Brief bekommen!"
Frau Unger scheint dieser Zusammenhang jetzt erst bewusst zu werden. "Also ... vor so etwa vier Wochen, am Weihnachtsvortag ... da brachte so ein kleiner Bursche mit triefender Nase Post für das Fräulein vorbei. Das war nicht der selbe Junge, aber ... ich erinnere mich genau an das Datum! Ida war danach die ganzen Weihnachtstage völlig außer sich vor Sorge - so schien es mir zumindest, auch wenn sie nichts über den Inhalt oder den Absender des Briefs verriet ... oder auch nur einen Zusammenhang zu ihrem sonderbaren Verhalten einräumte. Nein, nein ..."

Ganz beiläufig und sichtlich in Gedanken versunken reicht sie das Schreiben weiter.
"Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehn, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein." - F. Nietzsche, Aph. 146

Benutzeravatar
Piotr Cebulski
Eingeweihter
Beiträge: 127
Registriert: Freitag 1. Dezember 2006, 22:35
Wohnort: Berlin, Mahlerstr. 45, 2. HH

Re: II. Ein Haus im Grünen

Beitrag von Piotr Cebulski » Sonntag 21. Dezember 2014, 16:24

Zeitgleich tritt Piotr oben an die Treppe und reckt den Hals übers Geländer: "Hier Sie alle sind!" Er sieht aufgeregt aus. "Sie müssen unbedingt kommen herauf und sich das ansehen!"
Eifrig (und völlig ahnungslos hinsichtlich der sich unten abspielenden Situation) kommt er noch zwei Stufen weiter und wartet gespannt darauf, dass die Herren seiner Aufforderung folgen.
"Wo Gewalt regiert, gibt es nur zwei Parteien. Die eine schreit öffentlich ja, die andere knirscht ingrimmig nein. Wo Freiheit waltet, gibt es tausend Meinungen."

Benutzeravatar
Isaak Silbermann
Eingeweihter
Beiträge: 175
Registriert: Samstag 23. April 2011, 21:23
Wohnort: Berlin

Re: II. Ein Haus im Grünen

Beitrag von Isaak Silbermann » Sonntag 21. Dezember 2014, 18:23

Mit argwöhnischem Gesichtsausdruck liest Isaak den sogenannten "zweiten Brief" an Ida und die zu erwartenden wirren Worte tauchen - wie auch schon im ersten Brief - hier auf dem Papier auf.
"Auch wenn es mir schwer fällt, einen Sinn in diesen Worten zu erkennen, so habe ich doch den Eindruck, als würde Ida auf eine Art und Weise gelockt oder geködert werden", sagt er schließlich im Flüsterton zu Julius.
Er deutet mit dem rechten Zeigefinger fordernd auf den Brief und reicht ihm das Dokument zum Lesen. "Außerdem scheint der Absender noch nicht zu wissen, dass seine Schreiben Ida hier nicht (mehr) erreichen."
Der bittere Unterton von Isaaks Worten ist noch nicht verklungen, als sich die Stimme Piotrs von oben hinzugesellt.
Seine Körpersprache war unmissverständlich, sein Appell an die anderen klar geäußert.
"Können Sie zu Pior gehen"
, fragt er Julius prompt und deutet mit einer Kopfbewegung in Piors Richtung, "und ihm kurz die Situation hier schildern? Wir werden gleich auch nach oben kommen! Allerdings würde ich Frau Unger gern noch etwas fragen."

Benutzeravatar
Julius Johnsson
Eingeweihter
Beiträge: 100
Registriert: Donnerstag 14. November 2013, 19:33

Re: II. Ein Haus im Grünen

Beitrag von Julius Johnsson » Dienstag 23. Dezember 2014, 16:30

Julius überfliegt den Brief und wundert sich. Erst weiss er gar nicht warum, bis ihm auffällt was ihn gestört hatte. Die Reihenfolge stimmte nicht. Der gestrige Brief war als "zweiter Brief" tituliert, der heutige mit "erster Brief".
Julius weist die Anderen auf diesen Umstand hin. In Piotrs Richtung deutet er ein Heranwinken an und meint:
"Einen Moment noch Piotr".

Benutzeravatar
Piotr Cebulski
Eingeweihter
Beiträge: 127
Registriert: Freitag 1. Dezember 2006, 22:35
Wohnort: Berlin, Mahlerstr. 45, 2. HH

Re: II. Ein Haus im Grünen

Beitrag von Piotr Cebulski » Mittwoch 24. Dezember 2014, 12:53

Piotr scheint erstaunt, dass seine Aufforderung so wenig Effekt zeigt. Mit entsprechenden Fragezeichen im Gesicht kommt er also den Rest der Stufen hinab geschritten und lauscht, worum es denn hier unten geht. "Noch so ein Brief?", murmelt er dabei überrascht.
"Wo Gewalt regiert, gibt es nur zwei Parteien. Die eine schreit öffentlich ja, die andere knirscht ingrimmig nein. Wo Freiheit waltet, gibt es tausend Meinungen."

Benutzeravatar
Dr. David Schmidt
Adept
Beiträge: 98
Registriert: Sonntag 6. Januar 2013, 23:08

Re: II. Ein Haus im Grünen

Beitrag von Dr. David Schmidt » Sonntag 4. Januar 2015, 18:16

"Ja, ein weiterer Brief. Ich denke aber, dass Fräulin Ida den ersten Brief schon vor einiger Zeit erhalten hat und dann kam dieser zweite.", meint David möchte aber anscheinend vor Frau Unger nicht weiter darüber ausführen, dass sie vom ersten Brief vielleicht nur ein zweite Abschrift erhalten hatten und das gerade vor dem Haus, warum und von wem auch immer.

"Aber was haben sie denn oben so Interessantes gefunden?", fragt er dann, neugierig zunächst alle Puzzleteile zu finden, um sie dann vielleicht leichter zusammensetzen zu können. Wobei er ganz ehrlich, an Letzteres nicht glaubte.
"When in doubt, reach for the stars. That way you'll never come up short."

"Wurde bei einem Freud Kongress weggeschickt, weil ich zu Jung bin." (unbekannt)

Gesperrt