III. Das Zimmer

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Der Mentor
Kind des Chaos
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III. Das Zimmer

Beitrag von Der Mentor » Sonntag 11. Januar 2015, 19:42

Das Zimmer der 18jährigen Ida Lechner ist für ein Jugendzimmer überaus großzügig dimensioniert. Das Mobiliar - Bett, Schreibtisch, Bücherschrank, Wandborde - erscheint zweckmäßig für eine Schülerin. Ein eigener kleiner Balkon mit schmiedeeisernem Geländer unterstreicht den noblen Eindruck.

Der Zustand des Raumes hingegen ist desolat - man könnte meinen, ein Wansinniger hätte hier gewütet!

Auf dem Boden wurden großflächig okkulte Symbole aus verschiedenen Substanzen gestreut, Möbel wurden dazu verrückt, Teppiche wahllos beiseite gezerrt. [Probe:Okkultismus]

Die Wand zu eurer Linken ist gänzlich mit Blut beschmiert, bei näherem Hinsehen mit einer Art Bilderschrift. [Probe:Geschichtskenntnisse]

Ein Blick auf die Tapete lässt euch erneut stutzen - alt, vergilbt und brüchig löst sie sich an den Rändern von der Wand. Außerdem hat sich eine dicke, schwarze Staubschicht auf den Borden und sonstigen Mobiliaroberflächen abgelagert. [Probe:Idee] -> bei Gelingen [Probe: Biologie]

[Jeder sucht sich zunächst nur eine Option aus oder macht etwas ganz anderes; Würfelergebnisse bitte per PN an mich]
"Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehn, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein." - F. Nietzsche, Aph. 146

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Julius Johnsson
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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Julius Johnsson » Freitag 16. Januar 2015, 18:54

Gespannt betritt Julius den Raum und erblickt mit immer größer werdenden Augen das Chaos.
"Verdammt noch mal, welcher Teufel hat denn hier gewütet" entfährt es ihm.
Dann wird seine Aufmerksamkeit von der blutverschmierten Wand in Bann gezogen und Julius versucht sich einen Reim auf die Schmierereien zu machen.

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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Gustaver von Feldess » Samstag 17. Januar 2015, 15:36

Auch Gustaver betritt das Zimmer zunächst schweigend - er war ja bereits zuvor kurz hier, doch an solch einen Anblick gewöhnt man sich nicht so schnell.

Stirnrunzelnd und unter einem gemurmelten, unverständlichen Fluch betrachtet er das Durcheinander aus okkult anmutenden Zirkeln und Symbolen, wobei er sich mehr oder weniger zentral im Raum positioniert. Darauf, keines der "Gemälde" zu berühren oder zu durchschreiten, achtet er dabei peinlich genau.

Hörbar ist wenige Momente später ein
"Hast du noch was gefunden?" in Piotrs Richtung. Offenbar bezieht er sich auf den Zeitraum, bevor Cebulski zu euch anderen herunter kam.
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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Piotr Cebulski » Samstag 17. Januar 2015, 15:37

Der junge Pole tritt an seinen Freund heran und schüttelt dabei bereits den Kopf. "Nein, das alles hier erscheint mir überaus seltsam! Ich glaube allerdings, diese Bilderzeichen dort an der Wand könnten vielleicht stammen aus dem alten Ägypten?" Er deutet in Richtung der mit reichlich Blut beschmierten Wand, bleibt jedoch vorerst bei Gustaver stehen und beobachtet, was die anderen Herren treiben.
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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Isaak Silbermann » Sonntag 18. Januar 2015, 22:11

In Isaaks Falten zeichnet sich das Entsetzen ab, das sich beim Eintreten und ersten Betrachten von Idas Zimmer in ihm ausbreitet. Dass das Zimmer nicht einem "Normalzustand" entsprechen würde, war zu vermuten, schließlich hatte schon Hauptmann von Seefeld von dem mysteriösen Verschwinden der jungen Ida aus ihrem verschlossenen Zimmer und von hinterbliebenen Zeichen und Symbolen der Magie gesprochen. Doch mit diesem Anblick hat Isaak nicht gerechnet! Unruhig streifen seine Augen durch den bedrückend wirkenden Raum, versucht, sämtliche Reize aufzunehmen und zu verarbeiten, was ihnen jedoch nicht gelingen mag.

Sprachlos streicht Isaak intuitiv die kleinen, versehentlich umgeschlagenen Teppichfalten glatt, als er sich den Zeichnungen auf dem Boden nähert. Die okkulten Symbole und ihre Anordnung erregen seine Aufmerksamkeit, ganz besonders die einzelnen Substanzen, aus denen diese Bilder gestreut wurden. Irgendwo hatte er diese Zeichen doch schon einmal gesehen!

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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Dr. David Schmidt » Montag 19. Januar 2015, 19:23

David nimmt zunächst die Tapeten in Augenschein, welche tatsächlich dermaßen alt und vergilbt sind ... als hingen sie seit mehr als 100 Jahren hier. Zudem sehen sie so aus, als ob das verschwundene Fräulein Kettenraucherin gewesen wäre.

Das Phänomen erstreckt sich nur auf anderthalb Wände des Raumes.

Die dunkle Staubschicht erscheint bei näherer Betrachtung als eine Mischung aus schwarzem Staub und etwas, dass sich zwischen Davids Fingern als die Flügel kleiner Stubenfliegen entpuppt ... es müssen insgesamt Hunderte, wenn nicht Tausende sein!


"Was zum Teufel ist denn das!", entfährt es David leise aber doch sehr überrascht, in der Stimme schwingt auch eine Spur von Ekel mit. Er tritt einen Schritt zurück, um dieses Phänomen noch von einem etwas entfernteren Standpunkt zu betrachten.

Wie konnte es dazu kommen, dass hier soviele total verweste Fliegen herumlagen. Woher kamen die Insekten und dann stellte sich natürlich auch die Fragen, wann hatte Frau Unger zuletzt in diesem Zimmer Staub gewischt?
David beschliesst einmal ein Möbel genauer in Augenschein zu nehmen; in der verzweifelten Hoffnung irgendetwas zu finden, wie eine klebrige Substanz die eine halbweg vernünftige Erklärung erlauben würde. Vielleicht hat es aber auch etwas mit dem seltsam lokalisierten Effekt auf der Tapete zu tun?
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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Gustaver von Feldess » Dienstag 20. Januar 2015, 10:25

"Was gefunden, Doktor?", fragt Gustaver auf dessen Äußerung hin. Der unbehagliche Unterton ist ihm nicht entgangen.
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Dr. David Schmidt
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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Dr. David Schmidt » Dienstag 20. Januar 2015, 22:50

"Da sind lauter Fliegenteile!", sagt David ziemlich unpräzise, also eher untypisch für ihn. Zur Veranschaulichung zeigt er seine Finger her, die mit diesem schwarzen Staub bedeckt sind und diesen kleinen weisslich, durchsichtigen Objekten, die wohl die Flügel sind.

Kurz überlegt er, wie er sich am Besten von diesem Schmutz befreien kann. Sein Taschentuch erscheint ihm zu gut für diesen Zweck.
"Wo kommen die nur her?", fragt er dann auch ziemlich hilflos.
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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Julius Johnsson » Mittwoch 21. Januar 2015, 18:50

Julius, durch den Ausruf Dr. Schmidts aus seinen Gedanken gerissen, wendet sich um. Mit diesen seltsamen Schriftzeichen an der Wand kann er sowieso nicht viel anfangen.

"Fliegenteile?" fragt er erstaunt und betrachtet Dr. Schmidts Finger. Da Julius zunächst nichts erkennen kann kommt er langsam näher. Mit einem "Bähhh" wendet er sich schließlich ab, sobald er die kleinen Flügel erkennen kann.

"Was ist hier nur geschehen?" gibt auch er sich anschließend ratlos.

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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Gustaver von Feldess » Mittwoch 21. Januar 2015, 20:27

"Keine Ahnung", meint Gustaver und sieht sich im Raum um, als könne die Summe der Absonderlichkeiten irgendeinen Aufschluss geben. "Jedenfalls ist das hier eindeutig kein Ritual weißer Magie! Die sehen anders aus ..." Ein verkniffener Seitenblick gilt Piotr, welcher leicht beide Brauen hebt. Der ungewöhnliche, beinahe spöttische Tonfall des Privatermittlers lässt die Vermutung keimen, dass er möglicherweise einen Scherz gemacht hat, den nur die beiden verstehen.
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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Isaak Silbermann » Sonntag 25. Januar 2015, 16:28

"Was ist es dann für ein Ritual", hakt Isaak bei Gustaver nach und betrachtet nebenbei erneut die verschiedenen Formen und Symbole auf dem Fußboden. Kopfschüttelnd begibt er sich dann auch zu den Möbelstücken, auf denen eben die Fliegenflügel entdeckt wurden, um selbst einen Blick zu riskieren.
Julius' angeekelte Reaktion löst bei dem Friseurmeister bereits einen leichten Würgreflex aus, noch bevor dieser die "Staubschicht" selbst in Augenschein nehmen kann. Auch er zückt unverzüglich sein Stofftaschentuch, um es sich - zur Sicherheit - vor den Mund zu halten. Auf die Leichen-Deponie der Stubenfliegen wirft er schließlich nur kurz ein Auge (das andere kneift er unweigerlich zusammen) und bestätigt Julius' Kommentar mit einem "Ekelhaft", dann wendet er sich schüttelnd wieder ab und begibt sich zum Schreibtisch von Ida.

"Es geht mir nicht aus dem Kopf", setzt er an während seine Augen langsam über den Schreibtisch und die darauf befindlichen "eingestaubten" Gegenstände wandern, "dass das Fräulein Lechner eine junge, fast erwachsene Frau sein soll. Die Briefe, in denen sie als Schmetterling angesprochen wird und die verschiedene Tiere anschaulich in naiver Sprache beschreiben, haben doch einen sehr kindlichen Charakter, findet Ihr nicht auch?"

Isaak hält Ausschau nach einem aufgestellten Bild oder Foto oder auch einem hölzernen Rahmen an der Wand, kann aber nichts dergleichen finden. "Außerdem würde ich mir gerne mal ein Bild von Ida machen, eine Vorstellung davon, wie sie aussah. Wenn wir hier schon ihr Zimmer, ihre Habseligkeiten begutachten .... Ich werde Frau Unger nach einem Foto fragen" fügt er hinzu und verlässt das Zimmer.

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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Gustaver von Feldess » Sonntag 25. Januar 2015, 19:41

"Weiß ich nicht, Isaak",entgegnet von Feldess, bevor Silbermann schließlich verschwindet. "War auch nicht so ganz ernst gemeint, wir haben da nur mal sowas ähnliches gesehen ..." - sehr aufschlussreich! - "... aber das sah ganz anders aus." - aha.

"Nur ein Kreis am Boden, aber größer und mit Kerzen an den Spitzen", beschreibt er dann konkreter. "Kein Fliegenstaub und auch kein Blutjeferkel an den Wänden."
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Piotr Cebulski
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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Piotr Cebulski » Sonntag 25. Januar 2015, 19:49

Piotr nickt bestätigend. Nachdem Gustaver zum Ende gekommen ist, zeigt er auf die Zirkel und Symbole am Boden: "Das dort ein Pentagramm ist, soweit ich weiß. Die restlichen Zeichen ich nicht kenne." Nachdenklich reibt er sich das lädierte Kinn.

Als Silbermann einwirft, ein Foto beschaffen zu wollen, tippt sich der Pole beschämt mit der flachen Hand vor die Stirn. Darauf hätte er auch selber früher kommen können.
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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Dr. David Schmidt » Sonntag 25. Januar 2015, 22:30

Auch David befindet die Idee eine Photographie von Fräulein Ida zu beschaffen als sehr gut. Dann sieht er eine Zeit lang zu Piotr und Gustaver, eindeutig überlegend, "Passt hier eigentlich irgendwas zusammen? Ich meine, wenn man sich diese ganzen ausserordentlichen Sachen ansieht? Tote Fliegen, Zeichen an den Wänden, ...Pentagramm, oder was auch immer am Boden?" Für ihn sah das wie ein Sammelsurium an verschiedenen obskuren Praktiken aus, wobei er sich nicht klar war, wie da die Fliegen hineinpassten.
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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Julius Johnsson » Dienstag 27. Januar 2015, 00:42

Auch Julius betrachtet nach und nach die verschiedenen Obskuritäten, ohne dass ihm zunächst noch etwas Nützliches dazu einfiele.
Als er mit einem Ohr die Diskussion um eine Photographie mitbekommt, kommt er auf die Idee selber alle Ungewöhnlichkeiten dieses Zimmers auf Film zu bannen.
Vor allem natürlich um ihre Nachforschungen zu erleichtern, aber auch der Gedanke diese Fotos als Vorlage oder Inspiration für einen Film zu verwenden, geistert in Julius Kopf herum.

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