III. Das Zimmer

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Der Mentor
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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Der Mentor » Dienstag 27. Januar 2015, 17:49

Da Herr Silbermann den Raum verlässt (und dem Quietschen der Stufen nach seinen Weg ins Erdgeschoss nimmt) und Herr Johnsson sich lieber seiner Kamera widmet, verbleiben nur Gustaver und Piotr, um Doktor Schmidts Frage zu beantworten. Beide zucken mit den Schultern, der Privatermittler meint zudem ratlos: "Immerhin ne schöne bunte Mischung, oder was denkste, David?"

Julius schießt derweil das ein oder andere Bild und bittet mit Zwischenrufen immer mal wieder darum, kurz aus dem Weg zu gehen, um eine gute Perspektive zu finden.
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Dr. David Schmidt
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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Dr. David Schmidt » Dienstag 27. Januar 2015, 22:57

Der Angesprochene zuckt hilflos mit den Schultern, "Dafür kenne ich mich mit diesen Sachen zuwenig aus!" und ist in diesem Moment doch recht glücklich über seine Unwissenheit.

"Wann glaubt ihr, hat Frau Unger zum letzten Mal hier sauber gemacht?", meint er dann wieder den Blick auf den "Fliegenteppich" gerichtet.
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Piotr Cebulski
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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Piotr Cebulski » Mittwoch 28. Januar 2015, 15:37

"Mir es scheint, das geht uns allen so", unterstreicht Piotr Davids mangelnde Fachkenntnis mit der seinigen. Auf seine zweite Frage entgegnet er: "Ich nicht glaube, dass hier saubergemacht wurde, seit Fräulein Ida verschwunden ist. Herr Lechner das wird untersagt haben, immerhin er ist Jurist und das hier ein Tatort."
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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Gustaver von Feldess » Mittwoch 28. Januar 2015, 15:40

"Auf mich macht sie den Eindruck, als könne sie keine zwei Staubkörner zugleich in einem Raum ertragen", offeriert Gustaver etwas Menschenkenntnis. "Ne ne, die hat hier vorher bestimmt dreimal die Woche gewischt, so wie die restliche Wohnung aussieht, da bin ick überzeugt von."
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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Dr. David Schmidt » Mittwoch 28. Januar 2015, 20:29

"Wenn sie hier saubergemacht hat, bis Fräulein Ida verschwunden ist, dann ist das aber mehr als seltsam. Sehen Sie, wie sollen soviele Fliegen hier sterben und verwesen können, in der kurzen Zeit und noch dazu im Winter?", meint dann David, "und voher schliesse ich mich Gustavers Meinung an, dass sie eher sehr pingelig ist. Das bedeutet, dass diese Reste hier durch was auch immer "entstanden" sind, oder Frau Unger hat diesen Raum schon länger nicht mehr betreten. Das sollten wir sie vielleicht fragen."
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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Gustaver von Feldess » Donnerstag 29. Januar 2015, 09:03

"Ähm, ist dir schon mal die Idee gekommen, dass jemand dit schwarze Pulver und die Flügel hier einfach ausgestreut hat?", fragt Gustaver stirnrunzelnd und immer wieder schleichen sich Anflüge von Berliner Dialekt in seine Worte. "Jenauso wie dit Zeugs hier am Boden und dit Jepinsel an den Wänden ..." Er deutet beiläufig auf die okkulten Symbole. "Woher auch immer man Fliegenflügel ... und so ne Sachen bekommt?"
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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Dr. David Schmidt » Donnerstag 29. Januar 2015, 11:46

"Naja, wenn diese Sachen dann über Nacht hier aufgetaucht sind, kann uns auch darüber Frau Unger Bescheid geben. Wobei? Das mit den Symbolen und die Wände könnte ich mir schon leichter vorstellen, aber dieses Fliegenzeug hier auf den Möbeln, na ich weiss nicht, dass sind schon eine Menge Fliegenflügel....", erwidert David, den Einwand Gustavers wohl abwägend und in seine Analyse einbeziehend.
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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Gustaver von Feldess » Donnerstag 29. Januar 2015, 12:46

"... stimmt schon", gesteht Gustaver widerwillig ein. Sein Herz sehnt sich nach einer rationalen Erklärung - denn wer macht sich die Mühe, hunderten von Fliegen die Flügel auszureißen??
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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Der Mentor » Freitag 30. Januar 2015, 18:59

Ratlose Stille macht sich für einige Augenblicke breit, nur unterbrochen vom gelegentlichen Klick- und Spanngeräusch der Kamera. Die Sonne scheint trügerisch freundlich durch die großzügigen, hohen Fenster, doch beschert dabei weder Wärme noch Erleuchtung.
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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Isaak Silbermann » Sonntag 1. Februar 2015, 16:10

Eben jene Stille, die hinter den Wänden verborgen war, wird nun gestört durch das Knarren beim Öffnen der Zimmertür.
Es ist Isaak, der sich zügig darum bemühte, ein gerahmtes Foto von Ida Lechner aufzutreiben, welches er nun sorgfältig vor sich trägt und den anderen Herrschaften mit einem "Hier, bitte!" weiterreicht.


Bild

Als die anderen die Abbildung der jungen Ida betrachten, formuliert der Friseur noch einige Gedanken. Während er redet, sucht er sich zudem einen Standort im Raum und vermeidet umständlich, eines der Symbole am Boden zu berühren, bevor er sich schließlich an ein freies Stück Wand nahe einem der staubigen Bücherborde lehnt.


"Als ich gerade eben die Bilder von Ida und ihrem Vater sah, erinnerte ich mich wieder an die Schwester, die sich in dieser Pflegeanstalt aufhält. Möglicherweise könnte man dort noch etwas herausfinden, was mit dem jungen Fräulein in Zusammenhang steht? Wer weiß, in welcher körperlichen UND geistigen Verfassung sich ihre Verwandte befindet. Vielleicht besteht da eine Verbindung zu den wirren Briefen?"

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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Dr. David Schmidt » Sonntag 1. Februar 2015, 23:34

David wirft einen erstaunlich kurzen Blick auf das Bild, denn irgendwie scheint er sehr aufmerksam dem zu lauschen was Herr Silbermann sagt, beziehungsweise scheint er diesen genau zu beobachten. Er runzelt die Stirn und meint dann zunächst, "Daran habe ich schon gedacht, aber man wird uns dort eher keine Auskunft geben. Die Ärzte unterstehen der Schweigepflicht und sollten wir von Herrn Lechner keine Vollmacht haben, hoffe ich eigentlich für diese Institution, dass man uns keinerlei Auskunft geben wird". Irgendwie scheint ihn aber noch etwas anderes zu stören, denn dann fährt er fort, "Passen sie auf, sie könnten sich an der Wand beschmutzen!"
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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Isaak Silbermann » Freitag 6. Februar 2015, 20:08

Kurz zuckt Isaak zusammen, das Wort "Schmutz" löst bei ihm in jeglicher Situation Irritation aus.
"Was meinen Sie?", fragt er David, während er sich schon zur Wand dreht, um nachzusehen, was dieser meinen könnte.

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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Der Mentor » Freitag 6. Februar 2015, 20:46

Isaaks realisiert erst bei den Worten des Doktors, dass sein Finger unbewusst an einer Unregelmäßigkeit der Tapetenoberfläche herum gespielt hat. Ein näherer Blick offenbart dort nun einen beinahe unsichtbaren, feinen Schlitz, welcher senkrecht zum Boden verläuft und knapp unter Hüfthöhe rechtwinklig nach links abknickt.

Eine Tapetentür, wie sie manchmal in den Dachgeschössern größerer Häuser zu finden sind, scheint sich dahinter zu verbergen. Üblicherweise, so weiß der Friseurmeister a.D., führen solche Türen in kleinere Stauräume zwischen Zimmerwand und Dachschräge.
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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Isaak Silbermann » Sonntag 8. Februar 2015, 19:32

"Nun schau sich das mal einer an!" Isaaks Augen werden immer größer als er die Tapetentür ausmachen kann. Vorsichtig fährt er mit dem Zeigefinger der rechten Hand an der Tapetenkante entlang und begutachtet dabei das ganze sichtbare Ausmaß der versteckten Tür. "Hier könnte ein Stauraum dahinter verborgen sein", kommentiert er seine Entdeckung und lehnt sich lauschend an die Tapete, um durch sanftes Dagegenklopfen einen Hohlraum dahinter identifizieren zu können.

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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Dr. David Schmidt » Sonntag 8. Februar 2015, 20:21

"Sie haben sehr gute Augen, dass sie das entdeckt haben!", meint David und tritt näher. Er ist nur etwas verwundert, denn es hatte nicht den Anschein gehabt, als hätte Herr Silbermann diese Tapetentür beim ersten Eintreten entdeckt und auch jetzt wirkte es mehr wie ein glücklicher Zufall. "Irgendwie sollte diese verborgene Tür ja zu öffnen sein- von dieser Seite meine ich", sagt er dann und versucht irgendeine Möglichkeit zu entdecken, wie man dieses bewerkstelligen könnte.
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