III. Das Zimmer

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Der Mentor
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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Der Mentor » Sonntag 8. Februar 2015, 22:05

Eine Möglichkeit, die verborgene Tür zu öffnen, ist rasch gefunden, wenn man erst einmal von deren Existenz weiß: unter einem Stück der Tapete ist eine Aussparung zu ertasten, in der zwei vordere Fingerglieder Halt finden. Genug, um die Sperrholzplatte, aus der die Tür besteht, aufzuziehen.

Dahinter liegt ein stockdunkler Zwischenraum von gerade mal einem guten Meter Tiefe. Soweit ihr erkennen könnt, schaut ihr direkt von innen auf eine Dachschräge, was bedeutet, dass niemand von euch in dem Raum aufrecht stehen könnte. Diese Innenseite der kleinen Kammer ist wohl mit Zeitungspapier verkleidet worden. Was sich möglicherweise sonst noch darin befindet, könnt ihr nicht sagen, da sich euer Blick nach rechts und links in der Dunkelheit verliert.
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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Gustaver von Feldess » Sonntag 8. Februar 2015, 22:11

"Na Donnerlittchen, Isaak", sagt Gustaver anerkennend, als dieser seinen Fund präsentiert und später: "Na mach ma vorsichtig auf David, wa?" Danach wartet er gespannt ab, was die Herren Silbermann und Schmidt aus der ersten Reihe zu berichten haben. "Und?? Wat jibbet zu kiecken?"
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Dr. David Schmidt
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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Dr. David Schmidt » Dienstag 10. Februar 2015, 19:26

"Wir brauchen mehr Licht!", beantwortet David Gustavers Frage. Dann fällt sein forschender Blick auf die Zeitung, vielleicht gibt es ja ein Datum, dass einen Anhaltspunkt geben könnte, wann dieses Zimmer mit den Zeitungen tapeziert worden ist. Natürlich sieht sich der Arzt auch an, was für Artikel den da an der Wand kleben, vielleicht war das alles ja nur ein etwas aus den Fugen geratenes Notizbrett, an dem man interessante Artikel oder Bilder hängt.
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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Der Mentor » Mittwoch 11. Februar 2015, 08:46

Das beherzte Betreten der kleinen Kammer duch den Doktor verhilft diesem zu mehreren Erkenntnissen: Das Licht ist zu schummrig, um Details auf den Zeitungsseiten auszumachen, aber offensichtlich wurde die Dachschräge regelrecht mit ihnen tapeziert. David fällt dazu sofort ein, dass Zeitung oftmals als Tapete der Armen verwendet wird, um Zimmer besser gegen die winterliche Kälte zu isolieren. In Anbetracht der Temperaturen in diesem kleinen Stauraum möglicherweise eine schlüssige Erklärung.

Die zweite Erkenntnis ist, dass der Raum eng ist. Beim Eintreten muss David sich tief bücken, was ihn an seinen auch nicht jünger werdenden Rücken erinnert und auch danach müssen seine Hände die Umgebung konsequent betasten, damit er sich nicht den Kopf stößt. Ungeachtet dieser Vorsichtsmaßnahme kollidiert sein Fuß drinnen mit etwas Massivem am Boden - ein Gegenstand oder Möbelstück (?) von dem er das Gefühl hat, es durch den Aufprall leicht verschoben zu haben. In jedem Fall poltert und klappert es, als fielen Dinge zu Boden. Dann herrscht wieder Stille.

Es ist aber auch dunkel hier drin - vor allem, wenn man wenige Augenblicke zuvor noch im hellen Tageslicht stand!
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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Gustaver von Feldess » Mittwoch 11. Februar 2015, 08:54

Während David vergeblich versucht, zunächst lediglich mithilfe des Restlichts aus dem Jugendzimmer die Zeitungsseiten zu entziffern, kramt von Feldess in seinen Hosen- und Manteltaschen. "Moment ...", ist sein begleitender Kommentar. Als er sein Benzinfeuerzeug endlich gefunden und hervorgekramt hat, rummst es allerdings auch schon in der kleinen Kammer.

Rasch tritt der Ermittler neben Herrn Silbermann, bückt sich und entzündet den Docht mit einem ratschenden Geräusch, um anschließend die kleine Flamme so zu heben, dass David etwas erkennen kann.


"Aber beeil dich, dit wird schnell heiß!", drängt er und leuchtet so gut er kann in die Kammer.
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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Dr. David Schmidt » Mittwoch 11. Februar 2015, 22:27

David hat gerade noch einen kleinen Fluch unterdrücken können, als sein Fuss an eine Holzkiste gestossen ist. Schnell sieht er sich in dem nun doch ein bisschen mehr erleuchteten Raum um. Kurz sieht er sich die Zeichnungen und die Tücher an den Wänden an, aber er befindet, dass es wohl besser ist, sich lieber erstmal mit den mobilen Gegenständen zu befassen. Schnell sammelt er die Zeichnungen ein und legt sie einmal auf die Kiste. Er hat vor sowohl die Kiste als auch die Zeichnungen mit in das eigentliche Zimmer zu schaffen, um sie dort besser betrachten zu können. Fast bekommt sein Gesicht einen tadelten Blick, als er die vergammelten Essenreste in dem "Geheimversteck" von Ida sieht. Danach zieht er aber auch schon die Kiste aus dem kleinen Stauraum.
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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Der Mentor » Donnerstag 12. Februar 2015, 10:52

Es dauert vielleicht eine Minute, in der ihr Geraschel und Geklapper aus dem kleinen Versteck vernehmt und Schatten über die Wände huschen seht. Gustaver kauert im Durchgang, um Licht zu spenden und verdeckt damit weitgehend die Sicht für euch andere.

Ein etwas lauteres Rückgeräusch von Holz auf Holz begleitet dann den Doktor, welcher schon bald gebückt eine umgedrehte Holzkiste nach draußen schiebt. Von Feldess hilft, löscht rasch die Flamme seines Feuerzeugs und hebt dann die Kiste an, um sie an eine andere Stelle im Raum zu tragen. Noch immer ist er peinlich darauf bedacht, keines der Symbole am Boden zu berühren oder mit der Apfelsinenkiste zu verdecken oder verwischen.

Der Doktor klopft sich rasch den Staub von den Knien, als er zurück in den Raum kriecht und sich wieder aufrichtet. Dann könnt ihr euch in Ruhe und vor allem Tageslicht ansehen, was er gefunden hat:

Auf der Kiste liegen einige Stifte und Blätter, auf denen sich kleinere Zeichnungen - sowohl aus der Feder eines Kindes als auch fortgeschritteneren Niveaus - finden lassen. Eine große Künstlerin scheint hier allerdings nicht am Werke gewesen zu sein. Desweiteren entdeckt ihr in dem Stapel ein bereits leicht vergilbtes Foto, auf dem eine Gruppe von Menschen vor einem See posiert.

Interessant erscheint außerdem ein Brief, dessen Verfasser offenkundig Schwierigkeiten mit der Rechtschreibung hat und ein merkwürdiges, kariertes Blatt Papier, auf dem sämtliche Kästchen von 1 bis 750 durchnummeriert und manche Zahlenblöcke anschließend ausgeschnitten wurden. So fehlen zum Beispiel die Zahlen 107-110, 158-161, 285-288, 518-521, etc.
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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Isaak Silbermann » Freitag 13. Februar 2015, 00:07

Isaak bestaunt, wie elegant David aus dem Tapetenversteck zurück in das Zimmer steigt.
Das von diesem mitgebrachte Inventar der geheimen Kammer weckt seine Aufmerksamkeit, allem voran der Brief und das Blatt mit den nummerierten Kästchen. Schnell überfliegen Isaaks Augen den Inhalt den Briefes, ohne jedoch etwas auszulassen. "Die gute Nachricht ist, dass der Brief sehr viel weniger verwirrend erscheint, als die bisherigen zwei. Außerdem scheint er nicht vom gleichen Absender zu sein, zumindest haftet mir dieser Eindruck an." Er lächelt beinahe zufrieden in die Runde, bevor er fortfärt:
"Seht Euch mal die Schrift an, es wirkt, als wären da zwei Handschriften miteinander verwoben. Und eine davon erinnert doch an die der "Schmetterlingsbriefe", nicht wahr? Es wirkt fast, als wären zwei Personen an diesem Brief beteiligt, es erinnert mich an ein Zwiegespräch."

Für Isaaks Verhältnisse fast ein wenig eifrig, hält dieser das Papier mit den Kästchen hoch, dreht und wendet es dabei, während erneut ein sanftmütiges Lächeln seine Züge begleitet. "Das haben wir schon früher in der Schule verwendet, ihr doch sicher auch, oder?" Isaak beäugt Piotr durch einen der kleinen ausgeschnittenen Schlitze des Blattes. "Das ist eine Art Schablone", ergänzt er gerade noch, bevor er die beiden Papierbögen nun aufeinander legt.

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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Der Mentor » Freitag 13. Februar 2015, 00:11

Euch gefriert das Blut in den Adern:

ER LEBT ER MACHT ES WIEDER RETTE DICH
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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Dr. David Schmidt » Samstag 14. Februar 2015, 11:15

David, der noch den gesamten Brief in Augenschein genommen hatte, ist sich nicht so sicher, ob wirklich zwei Personen an dem Brief beteiligt sind, denn er kennt das Phänomen von zwei Handschriften einer Person natürlich und es mußte sich dabei noch nicht einmal um eine vollkommen gespaltene Persönlichkeit handeln. Er beobachtet kurz Isaak, dieser schien in der Zeit, die er wieder im Zimmer verbrachte, mit traumwandlerischer Sicherheit zu wissen, was zu tun war. Sein Unbewusstes schien so zu arbeiten, wie es C.G. Jung in seinen Publikationen beschrieb.

Dann jedoch werden alle Überlegungen in diese Richtung weggewischt und er sieht die Nachricht.
"Legen sie die Schablone auch auf die andern Briefe, Herr Silbermann!", bittet er dann tonlos.
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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Der Mentor » Samstag 14. Februar 2015, 11:46

Isaak tut wie ihm geheißen und legt die Schablone auch auf die anderen beiden Briefe. Piotr und Gustaver rücken interessiert näher und lesen stirnrunzelnd die Worte in den ausgeschnittenen Kästchen mit. Tatsächlich entstehen auch hier in sich schlüssige Sätze.

Brief #1: ICH DIE ICH IN DIESES HAUS GEBUNDEN BIN

Brief #2: WILL NUN VERGEHEN WEIL ICH ES MIR WÜNSCHE
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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Gustaver von Feldess » Samstag 14. Februar 2015, 11:56

"Dit ist mal richtig unheimlich!", kommentiert Gustaver die merkwürdigen Geheimbotschaften und man hört den Kloß in seinem Hals deutlich.
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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Piotr Cebulski » Samstag 14. Februar 2015, 11:58

"Ich auch nicht weiß, was ich von alldem denken soll?", gesteht auch Piotr seine Ratlosigkeit. Finger tasten unruhig an seinem Gesichtsverband, während er die Augen nicht von den Schriftstücken lassen kann.
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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Julius Johnsson » Samstag 14. Februar 2015, 21:51

Julius ist zunächst ganz ins photografieren der seltsamen Symbole vertieft. Das stellt sich jedoch als nicht ganz so einfach heraus, da immmer einige Leute zurück und beiseite treten müssen und dass ohne die Symbole zu verändern. Zudem sind die winzigen Fliegenflügel nur schwer zu fokussieren. So braucht alles etwas länger als gewohnt. Julius lässt sich dabei zunächst auch nicht durch das Eintreten Isaacs aus der Ruhe bringen, sondern hängt während dem Knipsen weiter seinen eigenen Gedanken nach.
Es waren aber auch höchst interessante und gleichzeitig abstossende Dinge, die sie hier vorfanden. Und in der Tat so unterschiedlich, als hätte jemand verschiedene Rituale aus unterschiedlichen Kulturkreisen ausprobiert, auch wenn er sich da nicht genauer auskannte. Wurden nicht auch herausgerissene Buchseiten hier gefunden? Vielleicht waren das die Beschreibungen der verschiedenen Rituale gewesen? Und wer war in diesem Zusammenhang Georg R. ?


Erst als Julius mit einem Ohr von einer Geheimtür hört beeilt er sich das letzte Photo zu schiessen und folgt sodann gebannt deren Öffnung. Nun hatten sie schon zwei Erklärungen für ein leeres Zimmer. Ein okkultes Ritual sowie eine Geheimtür. Als schließlich Dr. Schmidt aus dem Dunkel eine Kiste zum Vorschein bringt funkeln Julius Augen auf.
„Finden wir also doch noch einen Schatz am Ende dieser Schnitzeljagd!“ jauchzt er freudig auf.

Neugierig begutachtet er daraufhin mit den Anderen ihre Beute. „Wer ist nur diese „Sie“ von oder durch wen Robert da schreibt?“ fragt er in die Runde. „Sie scheint jedenfalls die Familie zu kennen, könnte es diese Mathilde sein? Aber warum verabschiedet sie sich? Und ist das wohl unser Robert, der Fahrer?“
Als Isaac dann die Schablone entdeckt entfährt Julius ein „phantastisch Isaac!“ und er verfolgt daraufhin gebannt die Entstehung der Geheimbotschaften. „Sie sollen wie früher lesen damit der Brief verrät was er zu sagen hat“ erscheint nun als eindeutiger Hinweis, denkt er sich etwas zu spät.

„Er lebt er macht es wieder Rette Dich“ als Botschaft an Ida, da ist die Erklärung für ihre Angst nach Erhalt eines Briefes!“ entfährt es Julius. In diesem Moment ist sich Julius sicher dass es dieser Brief gewesen sein muss. Und vielleicht war ihr Verschwinden in Wahrheit also eine Flucht!? Hatte „er“ Mathilde in die Pflegeanstalt gebracht? Oder befand sich Julius gedanklich gerade in einem seiner Filme und sponn wirres Garn zusammen?

Nach Entschlüsselung der nächsten Zeilen meint Julius, nachdem er kurz seine Gedanken sortiert hat in die Stille: „Die Botschaften passen zu der Verabschiedung aus Roberts Brief. Ich denke wir sollten alsbald diese Mathilde aufsuchen!“ Seinem Gedankenstrom nachgebend fügt er sogleich an: „Warum heisst diese übrigens Rendell? Hat sie geheiratet? Dann gäbe es noch einen Mann, womöglich Kinder. Und eventuell steht ja das R. hinter Georg sogar für Rendell?“

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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Piotr Cebulski » Sonntag 15. Februar 2015, 11:49

"Frau Unger nicht hat erwähnt, dass Ida nur ist Herrn Lechners Adoptivtochter?", fragt Piotr mit Seitenblick zu Gustaver, der ihm auf dem Weg nach oben in wenigen Sätzen zusammengefasst hat, was er unten an Gesprächsinhalten verpasst hat. "Vielleicht Rendel war ihr Name vor der Adoption?"
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