III. Das Zimmer

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Gustaver von Feldess
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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Gustaver von Feldess » Sonntag 15. Februar 2015, 11:55

"Georg Rendel?", fragt Gustaver nach, der den Namen zum ersten Mal hört. Er ist froh, von den unheimlichen Botschaften hin zu etwas weitaus Realerem abgelenkt zu werden. "Hab ick schonmal irjendwo gehört. Ick denk mal drüber nach ... beziehungsweise ick kann mich später mal umhören, wenn ick wieder in der Detektei bin."

Kurz scheint er zu überlegen: "Ach und David, ohne deine Vorstellungen von einer geordneten Welt allzu sehr stören zu wollen - ick glaub übrijens schon, dass sich da mit dem ein oder anderen Scheinchen was machen lassen könnte bei diesem Pflegeheim. Die Leute dort werden schließlich auch alles andere als jut bezahlt, hm?" Ein Zwinkern folgt, dass so gar nicht in das sonst so ernste Gesicht passen möchte.
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Dr. David Schmidt
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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Dr. David Schmidt » Sonntag 15. Februar 2015, 12:17

David sieht nicht sehr begeistert aus, als er Gustavers Vorschlag hört und unkommentiert kann er es schon gar nicht stehen lassen, "Natürlich, manche Leute, vielleicht auch viele, sind bestechlich, aber es ist auf jeden Fall wieder etwas ganz anderes, wenn man selber zu solchen Methoden greift!"

Er scheint ausserordentlich unglücklich über diesen Vorschlag zu sein, aber ihn wirklich als unmachbar abzutun, kann er auch nicht. Dann fällt ihm was ein
, "Vielleicht sollten wir doch noch dem Hauptmann einen Besuch im Krankenhaus abstatten. Eventuell kann er Licht in diese Familienangelegenheit bringen." Dass er es allerdings für unwahrscheinlich hält, dass Hauptmann Seefeld überhaupt schon ansprechfähig ist, verschweigt er einmal, man kann aber an seinem Gesicht ablesen, dass er den letzten Vorschlag auch nicht für wirklich gut hält.
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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Gustaver von Feldess » Sonntag 15. Februar 2015, 12:42

"Na wenn du ne bessere Idee hast?", entgegnet der Ermittler ungerührt. "Außerdem, mal im Ernst - wen interessiert hier die Verschwiegenheitspflicht, wenn es um ne jute Sache geht? Euer Mädchen ist doch scheinbar in Jefahr!?"
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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Julius Johnsson » Freitag 20. Februar 2015, 16:38

Auf Piotrs Entgegnung hin meint Julius, während er sich nachdenklich am Kopf kratzt: „Ich meinte eigentlich Mathilde Rendel, natürlich könnte diese aber auch eine Adoptivtochter sein.“

Erfreut nimmt Julius dann zur Kenntnis dass Gustaver der Name Georg Rendell bekannt vorkommt und bekräftigt ihn mit den Worten „das wäre gut!“ in seinem Vorhaben den Namen weiter zu recherchieren.

Nach einigem Zögern unterbreitet Julius dann Dr. Schmidt seine Gedanken zum Thema Verschwiegenheitspflicht.
„Sie wissen doch bestimmt wie eine Art Vollmacht von Herrn Lechner aussehen müsste, die einem von uns die nötige Berechtigung zur Informationseinholung verleihen würde. Wenn dies die Möglichkeit erhöht Ida wiederzufinden würde Herrn Lechner dem bestimmt zustimmen und eine solche Vollmacht unterschreiben.“
Den Gedanken, man könnte ihm dabei zur Not auch die Hand führen, spricht Julius vorübergehend nicht aus. Er glaubt zudem nicht, dass Herrn Lechner in der Lage ist zu verstehen was er da unterschreiben würde, aber andererseits ist Julius ehrlich überzeugt dass Herrn Lechner alles tun würde um Ida wieder zu finden. Da erscheint ihm ein solches Vorgehen noch legitim.

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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Dr. David Schmidt » Samstag 21. Februar 2015, 13:20

Davids Gesicht spricht Bände was er im Inneren über einen solchen Vorschlag denkt, aber man kann auch sehen, dass er auch Hin- und Hergerissen ist zwischen der strikten rechtlichen Vorgehensweise und dem Wunsch zu helfen. Er wirkt dabei fast so wie Frau Unger, die man doch ein bisschen in die Richtung hatte schubsen müssen, die Briefe zu öffnen. Da er im Moment auch nichts entgegnet ist es wohl klar, dass er im Moment die beiden Alternativen sorgfältig abwägt.

So überlegt er einige Momente und spricht dann, das aus, das Julius unerwähnt gelassen hatte.
"Hmm, nunja aber so eine Vollmacht sollte eigentlich im Vollbesitz der geistigen Kräfte erfolgen, aber es erscheint mir doch die bessere Alternative als die Bestechung. Herr Lechner hätte uns sicherlich so eine Vollmacht gegeben, wenn wir damit seine Tochter finden würden." Er sieht nach diesen Worten ziemlich unglücklich und hilflos aus. "Wir sollten Papier mit Herrn Lechners Schriftkopf verwenden."
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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Piotr Cebulski » Montag 23. Februar 2015, 11:28

Piotr blinzelt zweimal kurz, wie es Menschen oft im Angesicht eines Missverständnisses tun, während ihr Geist krampfhaft nach einer Möglichkeit sucht, um die Kommunikationsstörung zu beseitigen. "Nein, Herr Johnsson", setzt er an. "Was ich meinte war, dass ich habe es verstanden so, dass beide Mädchen sind Adoptivkinder. Herr Lechner hat keine Frau und war nicht verheiratet. Wenn die eine Tochter also nun Rendel heisst und in einem Pflegeheim lebt, während die andere den Namen Lechner trägt und lebt ein normales Mädchenleben unter diesem Dach, dann ich vermute dass die zweite einen neuen Namen bekommen hat, während die andere noch den gemeinsamen alten trägt?"

Seinem Blick ist Unsicherheit zu entnehmen, ob diese umständlichen Worte erhellender waren und ob seine Schlussfolgerung überhaupt zutrifft.
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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Julius Johnsson » Montag 23. Februar 2015, 22:03

"Frau Unger wusste doch gar nichts von der Existenz Mathildes, wie sollte sie da genauere Auskunft über ihren Familienstand gegeben haben können?" entgegnet Julius Piotr.

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Gustaver von Feldess
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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Gustaver von Feldess » Dienstag 24. Februar 2015, 10:15

Gustaver mischt sich ein und entgegnet: "Na, dit stand doch in dem Brief vom Pflegeheim, dit Mathilde seine Tochter ist. Außerdem meinte Frau Unger, dass Herr Lechner nie verheiratet war und Ida adoptiert ist. Ick hab dit jedenfalls auch so verstanden wie Piotr." Er überlegt kurz. "Anders wär's auch komisch ... wenn Mathilde seine leibliche Tochter wäre, aber nen anderen Nachnamen hat und Ida wäre adoptiert und trägt trotzdem seinen Namen!?" Seine letzte Ausführung zu den Wirren von Elternschaft und Familiennamen wird von eifrigem Gestikulieren begleitet.

Die reifenden Pläne rund um eine Vollmacht des Juristen verfolgt er mit zustimmendem Nicken und entsprechenden Lauten und Kommentaren.
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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Julius Johnsson » Dienstag 24. Februar 2015, 15:10

Julius schüttelt mit dem Kopf und meint "Was macht sie da nur so sicher? Wir wissen doch kaum etwas!"
Nach kurzem Überlegen fährt er fort: "Also, in dem Brief stand etwas von "ihrer Tochter Mathilde Rendell", warum ist das für sie ein Zeichen für ein Adoptivkind? Ob es sich dabei um seine leibliche oder Adoptivtochter handelt, wird doch nicht gesagt! Für den abweichenden Nachnamen kann es mehrere Erklärungen geben. Und die Aussage der Haushälterin, dass Lechner nie verheiratet war, muss ja nicht für alle Ewigkeit so gestimmt haben. Er hatte vielleicht auch ein Leben ohne Haushälterin, außerdem muss er ihr ja nicht die Wahrheit gesagt haben - Er hat ihr ja auch die Existenz Mathildes verschwiegen! Natürlich können sie recht haben, aber für mich reichen die bisherigen Informationen keinesfalls für eine solche Schlußfolgerung aus! Wir sollten einfach Mathilde selber fragen, dann klärt sich hoffentlich alles."

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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Piotr Cebulski » Dienstag 24. Februar 2015, 16:57

Der Journalist wiegt den Kopf nachdenklich hin und her: "Sie sicherlich haben Recht - sicher wir können uns nicht sein. Vielleicht Mathilde Rendel auch ist ein uneheliches Kind von Herrn Lechner?"
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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Dr. David Schmidt » Mittwoch 25. Februar 2015, 20:31

"Genau so etwas Ähnliches habe ich mir auch schon gedacht!", stimmt David Piotr zu, "aber all dies bleibt müssige Spekulation, solange wir nicht mit Mathilde Rendel gesprochen haben, wobei wir allerdings nicht wissen, ob Mathilde überhaupt in der Lage ist, uns sinnvoll zu antworten. Ausserdem sollten wir uns nun wirklich bemühen überhaupt die Schritte in diese Richtung einzuleiten. Vielleicht sollten wir Frau Unger bitten uns noch kurz das Büro von Herrn Lechner zu zeigen, damit wir, nunja an sein Briefpapier herankommen."
Obwohl ihm der Gedanke eine Vollmacht eigentlich zu fälschen nach wie vor nicht wirklich schmeckt, scheint David nun doch einiges an krimineller Energie zu entwickeln.
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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Gustaver von Feldess » Donnerstag 26. Februar 2015, 10:32

"Hm, sind wir dann fertig hier oben?", fragt Gustaver mit einem Seitenblick auf die Uhr. Erneut schwenken seine Augen danach durch den Raum. "Was glaubt'n ihr eigentlich, was hier jenau passiert ist?"
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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Julius Johnsson » Donnerstag 26. Februar 2015, 15:24

Julius ist erstaunt aber auch hocherfreut über die Offenheit Dr. Schmidts, die Vollmacht Lechners zu fälschen und stimmt dessen Vorschlag zu.
"Bei dieser Gelegenheit können wir Frau Unger auch gleich fragen wie lange sie schon im Dienste Herrn Lechners steht und wann, in welchem Alter und warum dieser Ida adoptierte" bemerkt er noch.

Gustaver antwortet er: "Für mich sieht es aus als wären hier verschiedene Rituale der Magie ausprobiert und vielleicht sogar vollzogen worden. Eventuell sollten wir jemanden fragen der sich mit so etwas auskennt und ihm die Photographien zeigen um genaueres herauszufinden" fährt er fort.

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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Isaak Silbermann » Sonntag 1. März 2015, 20:34

Isaak verfolgt das Gespräch um das weitere Vorgehen und scheint den Ausführungen dabei nicht immer folgen zu können. Ab und an zeigt sich seine verwirrte Miene, die er mit einem verlegenen Kratzen an der Stirn zu verdecken sucht. Es waren verschiedene familiäre Zusammenhänge denkbar, die sie sich nun unmöglich zusammenreimen konnten.
Dass David dem Unternehmen nur widerwillig zusagt, erkennt der ehemalige Friseur und Gesellschafter sofort. In beruhigendem Tonfall fügt er hinzu: "Diese Arten des Betrugs sind in manchen Situationen unumgänglich! Da muss man dann durch. Viele Möglichkeiten haben wir gerade nicht, an Informationen zu gelangen."
Nachdem Julius seinen Vorschlag unterbreitet hat, Frau Unger noch weiter auszufragen, wirft Isaak ein langgezogenes "Hm" und einen fragenden Blick in die Herrenrunde. "Meinen Sie wirklich, wir sollten die Haushälterin nach derlei Dingen befragen?"

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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Dr. David Schmidt » Samstag 7. März 2015, 13:43

David ist sich auch nicht so sicher, ob sie die Haushälterin weiterhin mit dererlei Fragen belästigen sollten, "Ich bin mir nicht sicher, ob Frau Unger uns in dieser Sache wirklich weiterhelfen kann. Vielleicht finden wir ja im Büro weitere sachdienliche Hinweise."
Er will auf keinen Fall einfach nur in das Büro gehen, um an das Briefpapier zu gelangen.
Bei der Äusserung Julius fällt ihm kurz der Buchverkäufer ein, der so selten in seinem Laden war und genau aus diesem Grund schlägt er auch nicht vor, diesen zu befragen.
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