IV. Fortschritte

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Der Mentor
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IV. Fortschritte

Beitrag von Der Mentor » Sonntag 8. März 2015, 17:58

Mühelos und ungehindert könnt ihr euch im Hause Lechner bewegen. Frau Unger scheint euch gegenüber kein Misstrauen zu hegen und ebensowenig zu den Haushälterinnen der übermäßig neugierigen Art zu gehören. Entsprechend seid ihr in Lechners gut sortiertem Arbeitszimmer ungestört.

Papier mit entsprechendem Briefkopf und Wasserzeichen findet ihr vor, ebenso eine Schreibmaschine und einen Füllfederhalter. Ansonsten wird das Zimmer von bis zur Decke reichenden Regalen voller Fachliteratur eingenommen. Der Schreibtisch ist unaufgeräumt und es finden sich zahlreiche für euch uninteressante Schriftstücke, welche sich mit den Mandaten der Kanzlei befassen. Eine Schublade weist ein Schloss auf und ist verschlossen.

Die Haushälterin arbeitet im Übrigen seit beinahe zehn Jahren für den beleibten Juristen, wie sie auf eure Nachfragen hin berichten kann.
"Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehn, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein." - F. Nietzsche, Aph. 146

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Julius Johnsson
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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Julius Johnsson » Montag 9. März 2015, 16:18

Julius beäugt mit zusammen gekniffenen Augen die verschlossene Schublade. Daraufhin geht sein Blick zu den Anderen, die Augenbrauen dabei fragend nach oben gezogen.

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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Der Mentor » Montag 9. März 2015, 19:24

Schloss und Holz sehen recht massiv aus, sodass ihr euch vorstellen könnt, dass man hier nur mit Geschick & passendem Werkzeug oder aber einer gehörigen Portion Gewalt voran kommt.
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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Dr. David Schmidt » Sonntag 22. März 2015, 14:26

David schüttelt fast unmerklich den Kopf- einfach so die Schublade aufzubrechen erscheint ihm dann doch etwas zuviel zu sein. Es reicht ohnehin schon, dass sie nun eine Vollmacht fälschen würden.

Er spannt dann einmal einen Bogen des Briefpapiers in die Schreibmaschine ein. Doch bevor er zu schreiben anfängt, sieht er sich doch einige der Schriftstücke um, um zu sehen wie Herrn Lechner´s Floskeln formuliert sind. Wahrscheinlich absolut unnötig, aber wenn schon Fälschung dann richtig.
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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Isaak Silbermann » Sonntag 29. März 2015, 17:57

Auch Isaak beäugt die verschlossene Schublade des hölzernen Tisches, nachdem er erst Julius' fragenden Blick und anschließend Davids zurückhaltende Reaktion bemerkt. Mit einer abwinkenden Geste gibt er dem beleibten Filmemacher zu verstehen, dass er es nicht für richtig hält, diese Grenze der Privatsphäre Lechners zu übertreten. Zumindest will er nicht derjenige sein, auf dessen Zustimmung hin die Schublade unsanft geöffnet würde.
Isaak - erfahrungsgemäß spießbürgerlich korrekt - muss sich jedoch eingestehen, dass es ihn reizt zu erfahren, was in dem massiven Tischkasten wohl verborgen gehalten wird. Deshalb richtet er seinen Blick gen Gustaver, dem er in punkto Unerschrockenheit viel mehr zutraut.

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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Gustaver von Feldess » Sonntag 29. März 2015, 18:11

Gustavers Worte vermischen sich mit dem Klackern der Schreibmaschine: "Habter nen triftijen Grund, euch da mit Jewalt Zugang zu verschaffen? Wenn nicht, dann würd ick dit vielleicht lieber lassen."
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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Der Mentor » Sonntag 29. März 2015, 18:12

David versucht derweil, so gekonnt wie möglich und unter Zuhilfenahme umliegender Briefe, ein Schriftstück zu verfassen, das euch zu einem Besuchsrecht im Pflegeheim St. Matthäus und einem Gespräch mit Mathilde Rendel verhelfen soll. [Probe: IN*5 für Dr. Schmidt; wer möchte, kann ebenfalls mit IN*5 das Schreiben auf Glaubwürdigkeit prüfen]
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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Dr. David Schmidt » Sonntag 29. März 2015, 18:42

[Ergebnis 56; 24 drunter]

Eigentlich fällt es David während des Schreibens leicht die Worte zu finden. Es scheint so als würde ihn die Tätigkeit von dem nagenden Schuldbewusstsein befreien; was eigentlich paradox ist.
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Re: III. Das Zimmer

Beitrag von Der Mentor » Sonntag 29. März 2015, 20:02

So endet das "Unternehmen Eintrittskarte" mit Dr.Schmidts letztem Tastenanschlag erfolgreich. Das Resultat liest sich glaubwürdig und somit vielversprechend.

Fehlt nur noch eine Unterschrift des Hausherrn ...
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Re: IV. Fortschritte

Beitrag von Julius Johnsson » Montag 30. März 2015, 01:44

Die verschlossene Schublade lässt Julius noch nicht los, fast ist er sich sicher dass darin höchst interessante Informationen zu finden sind. Doch ein gewaltsames Öffnen kommt für ihn nicht in Frage und würde auch unwiderbringlich unerwünschte Spuren hinterlassen. So meint er:
"Vielleicht ist der Schlüssel in Lechners Zimmer oder er trägt ihn bei sich - dann widerum könnten wir versuchen ihn ihm abzuschwatzen".
Auch sieht er sich in diesem Zimmer noch genauer um, vor allem auf der Suche nach dem Schlüssel.

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Re: IV. Fortschritte

Beitrag von Der Mentor » Montag 30. März 2015, 13:04

Während Julius sich näher umsieht, fällt ihm rasch auf, dass allein dieses Zimmer zahllose Versteckmöglichkeiten für einen kleinen Gegenstand wie den gesuchten Schreibtischschlüssel zu bieten hätte: Die Bücherregale und die sich hinter den Buchreihen befindlichen Hohlräume, möglicherweise aber auch ein präpariertes Buch oder etwas trivialeres wie eine Teppichkante, eine Blumenvase oder eine Türleiste ...

Hier könnte man vermutlich stundenlang suchen (und müsste dafür das gesamte Inteurieur auf links machen), ohne am Ende die Gewissheit zu erlangen, nicht doch etwas übersehen zu haben.
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Re: IV. Fortschritte

Beitrag von Dr. David Schmidt » Montag 6. April 2015, 15:19

David schweigt zu Julius letztem Kommentar. Abschwatzen konnten sie jemanden, der kaum das hier und jetzt wahrnahm wohl kaum etwas und es war schon schlimm genug, ihm diese Unterschrift abzuverlangen; besser also diese Angelegenheit schnell hinter sich zu bringen.

"Wir sollten wirklich Herrn Lechner nun wegen der Unterschrift bemühen."
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Re: IV. Fortschritte

Beitrag von Julius Johnsson » Dienstag 7. April 2015, 20:23

Julius sieht ein dass ein Suchen hier im Moment sinnlos ist, auch wenn es ihm schwer fällt seine Neugier zu unterdrücken.
"Nun gut, dann zurück zu Herrn Lechner" antwortet er Dr. Schmidt.
Was er jedoch noch machen will ist einen Blick aus dem Fenster zu werfen um nach den beiden Personen vor dem Haus zu schauen.
Sollte dieses Zimmer nicht nach vorne hinaus gehen sucht Julius ein entsprechendes Fenster auf.

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Re: IV. Fortschritte

Beitrag von Der Mentor » Mittwoch 8. April 2015, 15:40

Wie Julius und Gustaver, welcher den Filmemacher begleitet, um vor der Haustür etwas Nikotindampf zu inhalieren, feststellen müssen, lässt sich die gegenüber dem Nachbarhaus gelegene Parkbank nicht vom Erdgeschoss aus sehen. Hecken versperren den direkten Sichtkontakt.

Von Feldess mutmaßt sogleich, dass Idas Zimmer von der Lage her einen günstigeren Blickwinkel bieten müsste und marschiert mitsamt qualmender Zigarette unverzüglich hinauf in den ersten Stock.

Tatsächlich eröffnet der kleine Außenbalkon eine ideale Perspektive auf die Schwedlerstraße und die beiden älteren Herren, welche noch immer unverändert auf ihrer Bank sitzen.
[Probe: Verborgenes erkennen & Probe: Glück]

Derweil betreten die Herren Silbermann, Schmidt und Cebulski im Erdgeschoss mitsamt ihrer gefälschten Vollmacht erneut Herrn Lechners Schlafzimmer. Der Hausherr scheint zu dösen, wie ein leises Schnarchen nahelegt ...
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Re: IV. Fortschritte

Beitrag von Der Mentor » Freitag 10. April 2015, 09:10

[Auf dem Balkon vor Idas Zimmer]

Julius Blick schweift über die Szenerie und der Filmemacher muss gleich zweimal stutzen:

Zum einen entdeckt er auf der Dachschräge, welche sich zur rechten Hand in Brusthöhe an den Balkon anschließt, in etwa anderthalb Metern Distanz eine kleine Dachluke. Wenn ihn sein Orientierungssinn nicht trügt, müsste diese sich direkt über dem verborgenene Stauraum in Ida Lechners Zimmer befinden. Unweigerlich folgen sein Augen dem Verlauf der Dachkante und bleiben an dessen Ende an zwei Metallstreben von vielleicht 20 Zentimetern Höhe hängen - offenkundig eine Feuerleiter, die an der Seitenwand des Hauses hinunter zum Erdboden führt.

Gerade als er sich umdreht und den rauchenden und in die Ferne blickenden vor Feldess darauf aufmerksam machen will, entdeckt er links vom Balkon eine Gestalt auf dem Nachbargrundstück. Es handelt sich um einen abgerissen wirkenden Jungen von vielleicht zehn bis zwölf Jahren, der hinter einem großen Rhododendronstrauch kauert und vorsichtig zwischen den Zweigen hindurch in jene Richtung späht, in der die beiden älteren Herren auf der Bank sitzen.
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