VII. Fäden spinnen

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Der Mentor
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VII. Fäden spinnen

Beitrag von Der Mentor » Samstag 8. August 2015, 15:21

Julius Johnsson bleiben nicht mehr als 15 Minuten Ruhe in der Detektei von Feldess, da klingelt es auch schon von unten an der Haustür. Sofern er sich nicht selbst aufrafft, steckt Gustaver nach wenigen Augenblicken den Kopf zur Tür herein und sagt, dass "Piotr" geklingelt hat. Er bittet den Filmemacher, an seiner Statt zu öffnen und die Besucher zu empfangen, damit er erst noch sein Klientengespräch zuende führen kann.

Tatsächlich sind es Cebulski, Silbermann und Schmidt, die nach einer knappen Minuten vor der Wohnungstür erscheinen und um Einlass bitten.

Allesamt quetscht ihr euch zu viert in den kleinen, ungeheizten "Aufenthaltsraum", in dem Julius zuvor bereits ausgeharrt hat. Ein schmaler Platz ist noch neben dem seinen auf dem Sofa frei. Die Anderen müssen stehen.

Die Tür zu schließen ist ebenfalls nicht ganz einfach, doch es gelingt. Fragen liegen in der Luft.
"Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehn, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein." - F. Nietzsche, Aph. 146

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Julius Johnsson
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Re: VII. Fäden spinnen

Beitrag von Julius Johnsson » Montag 10. August 2015, 23:25

Julius macht sich daran aufzustehen um die Tür zu öffnen, braucht jedoch zwei Anläufe um seinen Körper aus dem ausgesessenen Ledersofa herauszuwuchten.
"Kommt rasch herein" begrüßt er zunächst noch recht freudig die Mitstreiter bis ihm die Enge der Räumlichkeiten in den Sinn kommt. So zögert er dann auch nicht seinen alten Platz auf dem Sofa mit einem tiefen Seufzer wieder einzunehmen. Nichtsdestotrotz kommt er sich mit den vielen Personen vor wie in einer Zelle.
"Da Gustaver noch beschäftigt ist, beginne ich am besten" meint Julius und zückt den Brief.

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Re: VII. Fäden spinnen

Beitrag von Isaak Silbermann » Mittwoch 12. August 2015, 13:08

Auch Isaak behagt der kleine Raum nicht und so zieht er es vor, zu stehen anstatt sich der Enge des Raumes noch mehr hinzugeben, indem er sich neben Julius auf das Kanapee niederließe. Dennoch eilt er an dessen Seite, als dieser den Brief herausholt und in die Runde zeigt. "Woher ist der Brief?", fragt er den fülligen Mann, der in dem Sofa eingesunken zu sein scheint.
Seine Augen weiten sich, als er erkennt, dass es sich erneut um einen typischen "Brief an Ida" handelt und reicht er dem Filmemacher die Schablone, die er zuletzt im Pflegeheim in den Händen hielt. "Mathilde - Idas Schwester - konnte mit diesem Stück Pappe im Übrigen nichts anfangen. Genauso wie mit jeglichem anderen Reiz der Umwelt."

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Der Mentor
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Re: VII. Fäden spinnen

Beitrag von Der Mentor » Mittwoch 12. August 2015, 13:25

Die Botschaft, welche euch versteckt hinter den wirren Zeilen des vierten Briefs erwartet, ist in der Tat eine abschließende, zugleich aber auch eine offenbarende und erschreckende:

VATER, MEINE KRAFT SOLL DICH IN IDA VERNICHTEN!
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Re: VII. Fäden spinnen

Beitrag von Dr. David Schmidt » Mittwoch 12. August 2015, 22:08

David war durch die Autofahrt doch etwas schläfrig geworden. Das Nichtstun beim Autofahren hatte doch die Müdigkeit wieder hervorgeholt und so war er, ausser Julius mit einem Nicken zu begrüssen doch still in die Wohnung getrottet und hatte sich auch für einen Stehplatz entschieden.

Dann liest er die Nachricht und ein ganz seltsamer Gedanke schiesst durch seinen Kopf, den er auch halblaut vor sich hermurmelt, "Mathildes Geist ist der Briefschreiber." Das war natürlich, wenn man einen halbwegs normalen (was auch immer das bedeuten mochte) Zugang zur Realität hatte unmöglich und so versucht er, den für seine Begriffe verrückten Gedanken etwas zu erklären, "also, wenn man das so sieht, ist jemand ans Haus gebunden- das kann nicht Ida sein, da sie das Haus verlassen hat. Irgendjemand vergeht, hört auf zu existieren und das auf eigenen Wunsch- das könnte Ida sein, aber es würde eher auf Mathilde zutreffen, die ihren Körper nicht mehr verwenden kann. Und ganz seltsam ist diese letzte Botschaft, die eindeutig gegen Ida und ihren Vater gerichtet ist." David zuckt mit den Schultern. "Zumindestens so oder ein ähnliches Bild will uns der Briefschreiber vermitteln.", und damit nimmt er wieder die skeptische Haltung des Wissenschaftlers an.
"When in doubt, reach for the stars. That way you'll never come up short."

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Re: VII. Fäden spinnen

Beitrag von Isaak Silbermann » Freitag 14. August 2015, 15:00

Ein mulmiges Gefühl steigt in Isaak auf, als er die geheime Botschaft des Briefes durch die Schablone erfasst. "Diese letzten Zeilen klingen wie eine Drohung, eine Abrechnung mit jemandem - mit dem angesprochenen "Vater" - jedoch nicht mit Ida, so scheint es mir. Es klingt vielmehr danach, als ob der Vater in Ida steckt ... überaus seltsam! Es klingt, als solle dieser erhört werden, wie bei einem Gebet ... eine Beschwörungsformel vielleicht?" Nachdenklich wiegt er seinen Kopf hin und her. "Möglich ... ", kommentiert er dann auch Davids Äußerungen, "es könnte wirklich Mathildes Geist sein, der diese Briefe verfasst. Den Eindruck habe ich auch. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob hier tatsächlich vom Hause Lechner die Rede ist, an das der Geist gebunden scheint. Vielleicht ist es eher ein anderer Ort, dieses Internat? Wir sollten darüber unbedingt noch etwas in Erfahrung bringen oder gar selbst dort vorbei gehen."

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Re: VII. Fäden spinnen

Beitrag von Piotr Cebulski » Samstag 15. August 2015, 09:09

Piotr hat bereitwillig das schmale Stück Sofa okkupiert. Unglücklicherweise ist die Sitzfläche aufgrund des Gewichts von Johnsson und seinen zahllosen Vorgängern in Richtung Mitte eingesunken, sodass der Pole sich an seiner Armlehne festhalten muss, um nicht halb auf den Schoß des Regisseurs zu rutschen.

"Zauberwerk?", fragt er mit großen Augen, als David von Geistern zu sprechen beginnt und Isaak dessen Theorien fortspinnt. "Das mir ja klingt immer mehr wie letztes Jahr in Danzig." Unbehagen und Faszination zerren wechselseitig an seinen Stimmbändern.

Silbermanns beherzter Vorschlag, das ominöse Internat aufzusuchen lässt sein Erstaunen sichtlich zutage treten - der ehemalige Friseur hat scheinbar Mut gefunden, wo Piotr noch mit seinen Dämonen ringt.
"In der Tat ich auch finde diese Briefe und ihre Botschaften sehr, sehr sonderlich! Was wohl ist gemeint mit "in Ida vernichten" ich mich frage?", sinniert er mit konzentriertem Blick auf die Schablone nebst Brief #4.
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Re: VII. Fäden spinnen

Beitrag von Dr. David Schmidt » Sonntag 16. August 2015, 14:59

"Ja wirklich eine sehr sonderliche Angelegenheit", pflichtet David Piotr bei und dann zu Isaak, "Das Internat scheint mir auch eher der angesprochene Ort zu sein und wir sollten wirklich dorthin fahren, um es in Augenschein zu nehmen, aber zunächst alles im Archiv darüber in Erfahrung bringen."

Er findet das nicht so gut, dass sie nun, wie hat Piotr es genannt, mit Zauberwerk zu tun zu haben und hofft doch noch auf eine rationale Erklärung, aber die Fliegenteile in Idas Zimmer hatten ja schon einen sehr obskuren Anstrich vermuten lassen.
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Re: VII. Fäden spinnen

Beitrag von Julius Johnsson » Dienstag 25. August 2015, 19:45

Julius, der nachdenklich die Unterhaltung der Anderen verfolgt hat und sich nebenbei über das ominöse Internat hat aufklären lassen, lehnt sich nun gemächlich zurück, spreizt die Finger gegeneinander und beginnt seine Sicht der Dinge zu erläutern:

"Also, ich will hier ganz ohne Vorbehalte an die Geschehnisse herangehen, auch und gerade weil ich mir vieles auf konventionellem Weg mittlerweile nicht mehr erklären kann. Ich betrachte die Dinge einfach so, wie es unsere Informationen hergeben, egal ob ich mir dabei wie in einem meiner Phantast-Filme vorkomme!"
beginnt er.
Unseren Brief haben wir vom "dicken Sepp" erstanden, der sich als verschrobener, arroganter aber gewitzter Anführer einer Jugendbande entpuppt hat. Wie es aussieht hat Robert, der ehemalige Gärtner der Lechners, Sepp auch für die Überbringung der anderen Briefe eingespannt. Robert wurde im Übrigen als "nicht ganz helle in der Birne" beschrieben, was den nächsten Gedankengang vielleicht erklärbarer macht: Wie Dr. Schmidt denke ich auch, dass Mathilde der geistige Briefschreiber ist und anscheinend versucht sie durch Robert Geheimbotschaften an ihre Schwester Ida zu senden. Wir wissen, dass Ida bereits nach Erhalt des ersten Briefes verschwunden ist - Mathilde scheint dies aber nicht zu wissen. Die Frage ist hier auch, ob Ida geflohen ist oder sie bereits etwas Böses ereilt hat, vor allem im Hinblick auf die letzte Botschaft"
sinniert Julius mit düsterer Stimme. Dann spricht er etwas leiser weiter, als würde er sich selbst vor den nächsten Worten fürchten:

"Die letzte Botschaft ist aber noch auf andere Weise entscheidend, die ganze Zeit schon wurden klare oder unterschwellige Warnungen ausgesprochen, nun wissen wir dass der Vater gemeint ist. Ich denke aber dass hier ihr leiblicher Vater gemeint ist! Herr Lechner hat zum Einen schließlich den Hauptmann mit Nachforschungen beauftragt, so sind wir ja letzendlich ins Spiel gekommen, das würde er kaum tun wenn er böse Absichten verfolgt hättte. Und auch Mathilde als Briefschreiberin lässt im Brief von Robert Herrn Lechner lieb grüßen, dies klingt auch nicht danach als würde sie ihn als Gefahr einschätzen. Von der Seite eines Herrn Rendell aus betrachtet erscheint dagegen vor allem merkwürdig, dass Mathildes Zustand in Zusammenhang mit seinem Ableben einhergeht. In irgendeinem Buch habe ich mal etwas Ähnliches gelesen, was mir hier wieder in den Sinn gekommen ist: Ein böser Geist ergreift beim Tod Besitz von einem anderen Körper! Auch wenn es verrückt klingt könnte hier etwas ähnliches geschehen sein und wieder bevorstehen. Die Theorie um den bösen Rendell passt auch zu den Vermutungen, dass das Internat der Ort ist an dem der Geist gebunden ist. Ich denke also Herr Rendell ist es, der uns Sorge bereiten sollte!“
endet Julius aufgeregt.

Eben überlegt Julius noch ob er sich mit seinen wirren Ausführungen allzusehr blamiert hat, als ihm ein fataler Gedanke kommt. Eindringlich blickt er in die Runde, den Zeigefinger auf die Lippen gepresst. Dann wendet er sich lauschend in Richtung der Tür, hinter der von Feldess seinen Besuch empfangen hat.

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Re: VII. Fäden spinnen

Beitrag von Der Mentor » Mittwoch 26. August 2015, 19:51

Nachdem Julius zum Ende gekommen ist, herrscht einen Augenblick lang Stille. Dann geht eine Tür und man hört zwei Männer miteinander sprechen. Schritte - und eine weitere Tür - die sich nach kurzem Wortaustausch auch wieder schliesst. Zwei Herzschläge und vier ausladende Schritte später öffnet Gustaver von Feldess die Tür und blickt in den überfüllten Raum. Eintreten tut er aufgrund des Platzmangels nicht.
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Re: VII. Fäden spinnen

Beitrag von Gustaver von Feldess » Mittwoch 26. August 2015, 19:56

"So, da wären wir also wieder beisammen", konstatiert der Ermittler mit einem Blick in die Runde. Dem Klang seiner Worte haften noch Reste der Hochsprache an, die er zuvor im Gespräch mit dem Klienten gesprochen zu haben scheint. Mit einem zweiten auf den Brief und die Schablone in Silbermanns Händen meint Gustaver: "Und, was steht drin? Was haben wir sonst noch erfahren? Wer bringt mich auf den neusten Stand?" Routiniert zückt er eine Zigaretteaus dem Etui in seiner Hosentasche und entzündet sie mit einem Benzinfeuerzeug aus seiner anderen, während er den folgenden Ausführungen seiner Weggefährten lauscht.

"Und was steht jetzt als nächstes an? Zeitungsarchiv? Aber sicher nicht wir alle, oder?"
, fragt er zuletzt gen Piotr.
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Re: VII. Fäden spinnen

Beitrag von Piotr Cebulski » Mittwoch 26. August 2015, 20:04

"Nein", antwortet Cebulski beinahe erschrocken. "Zumal ich ja heute bin krank geschrieben, aber das ich noch kann erklären mit Arbeitseifer und einer dringlichen Recherche, falls mir jemand begegnet. Den Beweis meines "krank-seins" ich ja trage mitten im Gesicht!" Er lächelt schüchtern-gequält. "Am besten es wohl ist, wenn mich jemand fährt dorthin und draußen wartet für eine Weile. Was ihr anderen denkt?"
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Re: VII. Fäden spinnen

Beitrag von Dr. David Schmidt » Mittwoch 26. August 2015, 20:46

"Das hört sich vernünftig an", meint David zu Piotr, aber da er ja nicht Autofahren kann, kommt er selber nicht in Frage.

"Gustaver, wir erklären Dir gleich was wir herausgefunden haben, aber vorher hätte ich noch einen Einwand zu Herrn Johnssons Theorie, die ich doch gleich loswerden möchte. Sie haben von Bessenheit gesprochen, von dem Übergang einer Seele in einen anderen Körper und sie haben kurz Mathilde erwähnt, die dann als....sagen wir Wirtskörper des "bösen" Rendells nicht in Frage kommt, da wir sie ja als Briefschreiberin vermuten. Im Internat wird der Geist auch nicht gebunden sein. Laut der letzten Botschaft bleibt nur noch Ida übrig..... Vater meine Kraft soll dich in Ida vernichten. Im Moment ist das alles noch sehr verworren. Ist Herr Rendell in Ida, dann waren diese okkulten Dinge im Zimmer vielleicht eine Art Schutz vor dem Briefschreiber und das hat nicht funktionert. Vielleicht daher die Flucht, das Verschwinden? Zurück zum Beginn zum Internat." David schliesst kurz die Augen, sie waren nun wirklich bereit den okkulten Hintergrund zu akkzeptieren, sein Verstand, der um seine Gesundheit bangt, meldet sich wieder als Unbehagen.
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Re: VII. Fäden spinnen

Beitrag von Der Mentor » Freitag 28. August 2015, 11:30

Völlig losgelöst von eurer Diskussion knurren die Mägen der Herrschaften Silbermann, Schmidt und Cebulski seit geraumer Zeit immer mal wieder unliebsam, was wohl an der mittlerweile doch recht großen zeitlichen Distanz zum morgendlichen Frühstück liegen dürfte.
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Re: VII. Fäden spinnen

Beitrag von Julius Johnsson » Donnerstag 3. September 2015, 18:30

Julius erläutert Gustaver die neuesten Erkenntnisse und fasst die Theorien rund um die Geheimbotschaften zusammen so gut er es hinbekommt.
"Du siehst, es ist selbst unter diesen phantastischen Gesichtspunkten noch einiges unklar" meint er anschliessend.
"Mathilde scheint so gut wie sicher die Verfasserin der Briefe zu sein, aber vor allem welche Rolle Ida spielt scheint noch nicht geklärt. Und wer hier auf welcher Seite steht scheint mir auch noch ungewiss, denn sie haben Recht Dr. Schmidt meine Theorie hat da noch einige Schwächen offenbart. Doch würde ich gerne wissen was die Herrschaften von meinen Begründungen halten, dass Herr Rendell und nicht Herr Lechner mit "Vater" gemeint ist"
wirft Julius am Ende seiner Rede fragend in die Runde.

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