X. Die Höhle des Löwen

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Julius Johnsson
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Re: X. Die Höhle des Löwen

Beitrag von Julius Johnsson » Sonntag 30. Oktober 2016, 20:13

Für Julius läuft die Zeit seit dem Ansturm des finsteren Bösewichts wie in Zeitlupe ab. Völlig verdutzt über seine eigene Behändigkeit betrachtet er erstaunt das Ergebnis seines Handelns.
Seine Augen schweifen eine gefühlte Ewigkeit über die groteske Szenerie. Vom verängstigten Angreifer aus entdecken sie erst jetzt die verunstaltete Statue und erblicken dann den sich erstaunlich passend in dieses Bild fügenden Halunken, der so sah es fast aus, sich in seinen Exkrementen suhlte. Dieser Anblick gab der stockenden Uhr in Julius den nötigen Ruck und fortan sah er sich wieder gänzlich den realen Umständen ausgesetzt.

Ruhig richtet er die Flinte wieder auf den Angreifer und fragt fast freundlich:
"Nun, wo ist sie?"

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Der Mentor
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Re: X. Die Höhle des Löwen

Beitrag von Der Mentor » Montag 31. Oktober 2016, 10:29

"Bitte! Er ... er lenkt uns ...", stammelt der zu Boden gegangene Veteran als Entgegnung, während er sich noch immer beide Hände vor den Mund presst. Blut rinnt zwischen seinen Fingern hindurch und tropft auf den gefegten Holzboden. "Manchmal nimmt er uns ... wie ... wie Puppen", ergänzt der andere weinend. Es rührt etwas in euch an, nach dem völlig verstörten Robert nun erneut erwachsene Männer wie kleine, verängstigte Kinder wimmernd am Boden zu sehen. Dazu der erbärmlich Gestank von Urin und Kot, der sich zunehmend im Raum ausbreitet und euch den Atem raubt.

"Oben", presst nun der erste wieder hervor und deutet mit dem Finger auf die Decke. "Sie sind ..." Dann ist es, als würde etwas in seine Haut schlüpfen. Wie ein Schauer, der seinen Körper durchläuft, wird der Mann erneut und scheinbar gegen seinen Willen in die stehende Position hoch gerissen. Seine Augen blitzen auf wie zwei Dolche, seine Hände formen krampfige Klauen, dann macht er einen Schritt auf Johnsson zu ...

Auch der zweite Mann am Boden scheint wie von inneren Qualen gepeinigt, doch weitaus schwächer als sein rotbärtiger Kamerad. Seine Arme um sich schlingend, verbleibt er am Boden und zittert wie Espenlaub.


[Probe STA für alle: 1/1W6]
"Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehn, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein." - F. Nietzsche, Aph. 146

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Gustaver von Feldess
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Re: X. Die Höhle des Löwen

Beitrag von Gustaver von Feldess » Montag 31. Oktober 2016, 10:30

Gustaver macht einen Schritt auf den zweiten Mann zu und drückt die Mündung seines Revolvers gegen dessen Hinterkopf, während seine andere Hand den zugehörigen Haarschopf packt. "Bleib bloß unten, Type!", herrscht er den Veteran drohend an, doch wirken seine Bewegungen fahrig und in seiner Stimme schwingt etwas gehetztes, überfordertes mit.

(STA / 21 drüber: [3]/aktuelle STA= [53])
"Der Scharfsinn der Polizei ist die Gabe, alle Menschen eines Diebstahls für fähig zu halten, und das Glück, dass sich die Unschuld mancher nicht erweisen lässt."

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Piotr Cebulski
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Re: X. Die Höhle des Löwen

Beitrag von Piotr Cebulski » Montag 31. Oktober 2016, 10:54

Piotr macht die aktuelle Szenerie sichtlich zu schaffen. Den ersten Schlagabtausch beobachtet er gebannt, hilflos und mit angespannter Aufregung. Die darauf folgenden Worte lassen seinen Adrenalinpegel kurzzeitig wieder etwas absinken, da geht der Veteran zum zweiten Mal auf Julius los. "Vorsicht!", platzt es diesmal als Warnung für den Filmemacher aus ihm heraus.

(STA / 4 drüber: [2]/aktuelle STA= [40])
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Dr. David Schmidt
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Re: X. Die Höhle des Löwen

Beitrag von Dr. David Schmidt » Dienstag 1. November 2016, 17:45

Schwerer schizophrener Schub ist das erste was David dazu einfällt und auch der Rest der Szenerie könnte sich fast in jedem Irrenhaus abspielen. Deswegen ist er vielleicht auch weniger verstört als die anderen. Sein Verstand blendet für diesen Moment das doch eher seltsamen Aufrichten des Veteranen aus.

David tritt nun auch in den Raum, um Julius zu unterstützen. Er hofft, dass der Filmemacher die Nerven bewahrt und nicht schiesst.


(STA/28 drunter: [1]/aktuelle STA=[59])
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Julius Johnsson
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Re: X. Die Höhle des Löwen

Beitrag von Julius Johnsson » Dienstag 1. November 2016, 20:39

Julius ist völlig perplex über das erneute Aufbäumen des Veterans. Es ist ein scheusslicher und zugleich fesselnder Anblick wie der arme Tropf gleich einer Spielzeugpuppe hochgerissen wird. Als Julius in die verzerrten und aufgerissenen Augen blickt ist es als zerre jemand an seinem Verstand. Krampfhaft versucht er den Blick zu lösen während er regungslos dasteht und die Augen immer näher kommen. Erst im letzten Augenblick schafft es Julius seine Augen abzuwenden und die Schrotflinte mit beiden Händen hochzureissen um den Angriff zu parieren. Mit verzerrtem Gesicht ruft er den Anderen zu, die Panik in seiner Stimme anklingen hören: "Schnell, packt ihn von hinten!"

(STA/ 22 drüber: [5]/aktuelle STA= [50])
(Parieren: 003, kritisch)
Zuletzt geändert von Julius Johnsson am Samstag 12. November 2016, 18:29, insgesamt 1-mal geändert.

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Dr. David Schmidt
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Re: X. Die Höhle des Löwen

Beitrag von Dr. David Schmidt » Sonntag 6. November 2016, 18:33

Da David ohnehin davon ausgegangen ist Julius zu unterstützen möchte er auch dessen Aufruf durchführen. Schnell versucht er hintern den Veteranen zu kommen und diesen von hinten in den Schwitzkasten zu nehmen.

(Boxen: 40, eines drüber)
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Re: X. Die Höhle des Löwen

Beitrag von Isaak Silbermann » Freitag 18. November 2016, 12:52

Isaak ist nicht imstande zu handeln.
Stattdessen verfolgt er das nervenaufreibende Geschehen wie angewurzelt aus der "letzten Reihe", drängt sich schließlich aber immer mehr nähesuchend an Piotr heran.
Wie hypnotisiert bleiben seine Augen an dem rotbärtigen Veteranen hängen, dessen Verhalten und Geisteszustand einem drastischen Wechsel unterliegen und ihn so zu einem unkalkulierbaren und unfassbaren Gegenüber machen.

Gustavers fahrige Bewegungen verunsichern Isaak, zeitgleich bemerkt er ein bedrückendes Gefühl in seiner Magengegend. Er hofft inständig, dass es Gustaver, Julius und dem zu Hilfe eilenden David gelingt, den Mann im Zaum halten können.

Die zunehmende Ausbreitung des Gestanks, der duch die Ausscheidungen des anderen Mannes hervorgerufen wurde, löst in Isaak unbeschreiblichen Ekel aus. Angewidert dreht er immer wieder seinen Kopf zur Seite und hält sich - nachdem die Suche nach seinem Stofftaschentuch erfolglos bleibt - seine Hand vor den Mund. Erst dabei bemerkt er, wie verschwitzt und kalt sich diese anfühlt. Er versucht, sich ein wenig "frische" Luft zuzufächern, aber der Geruch hat sich bereits umfassend verbreitet. Nach einem erneuten Schnappen nach Luft - von einem wirklichen Atemzug kann man dabei nicht sprechen - dringt der Fäkalgestank erneut mit solch heftiger Intensität an die feine Nase des Friseurs, dass dieser einen erneuten Würgereiz nicht mehr unterdrücken kann und sich an Ort und Stelle übergeben muss.


(STA/ 4 drüber: [6]/aktuelle STA= [54])

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Der Mentor
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Re: X. Die Höhle des Löwen

Beitrag von Der Mentor » Mittwoch 23. November 2016, 10:21

Mehrere Dinge ereignen sich nun simultan: Während Isaaks bereits weitgehend verdautes Nachmittagsmahl aus dem "Max und Moritz" zwischen seinen Fingern hindurch bricht, seine Kleidung besudelt und plätschernd auf den Boden klatscht, geht David mit klopfendem Herzen auf den rotbärtigen Veteranen los, welcher seinerseits gerade Julius ans Leder will.

Der Mann kassiert, unmittelbar bevor Dr. Schmidt seiner habhaft werden kann, einen erneuten Stoß von Johnssons Gewehrkolben und es entsteht ein kurzes Gerangel aus drei Leibern und sechs Armen, in dessen Folge alle drei Männer das Gleichgewicht verlieren.

Der Geruch im Raum erreicht am Rande bemerkt ein Ausmaß an Unerträglichkeit, dass einem schier den Atem raubt.

Während Julius sich abfangen und einen Ausfallschritt machen kann, der ihm etwas neuen Handlungsspielraum beschert, umklammert der wehrhafte Irrenarzt den Hals seines Kontrahenten und ringt ihn stolpernd zu Boden. Erneut ist der zuvor umgestoßene Stuhl im Weg und David spürt einen dumpfen Schmerz im Kreuz, als das Holz gegen seine Rippenbögen kracht. Für einen kurzen Augenblick wallt Panik in ihm auf, als er die immense Kraft spürt, mit welcher sich der Kriegsveteran zur Wehr setzt. Nur einen Augenblick lang, dann erlahmt sein Widerstand und der Doktor kann seinen Würgegriff weiter verstärken.

Wie ein Nussknacker hält er den Mann im Schwitzkasten, hört sein Ringen nach Luft, realisiert das Zucken seiner Extremitäten ...
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Re: X. Die Höhle des Löwen

Beitrag von Piotr Cebulski » Mittwoch 23. November 2016, 12:00

Piotr macht gleichermaßen überrascht wie angeekelt einen schnellen Schritt zur Seite, um dem sich krümmenden Herrn Silbermann nicht in die "Schussbahn" zu geraten. Sein gehetzter Blick geht zu Gustaver, der noch immer den zweiten Mann am Boden in Schach hält und dann zu dem Handgemenge zwischen Schmidt, Johnsson und Rotbart.

Eigentlich will er eingreifen und seinen Weggefährten helfen, doch der Schreck lähmt seine Glieder und das Herz schlägt ihm so doll im Hals, dass er meint, dieser müsse gleich zerbersten.
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Re: X. Die Höhle des Löwen

Beitrag von Julius Johnsson » Donnerstag 24. November 2016, 19:29

Der Schreck steht Julius noch ins Gesicht geschrieben, die ganze Szenerie macht ihm mittlerweile doch arg zu schaffen. Nur mit Mühe kann er einen klaren Gedanken fassen und eilt Dr. Schmidt zu Hilfe. "Wir müssen ihn fesseln!" bringt er mühsam hervor und macht sich daran seinen Gürtel abzuschnallen.

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Dr. David Schmidt
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Re: X. Die Höhle des Löwen

Beitrag von Dr. David Schmidt » Sonntag 4. Dezember 2016, 13:20

David kann Julius nicht wirklich antworten, denn er versucht noch immer seinen Kontrahenten festzuhalten. Er hätte doch besser Unterricht im Ringen genommen und nicht im Boxen, denkt er einen kurzen Augenblick und hofft, dass er den Veteranen nicht erwürgt. Kurz fällt ihm ein Gepräch mit einem Pfleger ein, der ihm erzählt hat, dass es besser war einem wildgewordenen Patienten nicht die Luft abzudrücken. Ein leichter Druck auf die Halsschlagadern des Halses führen zu einer schnellen Ohnmacht des Gegners und zu keinen bleibenden Schäden- was für den Mediziner in David vollkommen klar ist. Nun ist es aber eine Sache etwas theoretisch zu wissen, aber etwas ganz was anderes dieses auch einzusetzen und das auch noch im Eifer des Gefechts. David verlagert den Druck seines Armes um den Hals des Mannes etwas mehr zur Seite, nicht mehr der Kehlkopf, sondern die Seiten des Halses sind sein Ziel. Bewusstlos würden sie den Mann auch besser fesseln können.

(Ringen: 06)
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Re: X. Die Höhle des Löwen

Beitrag von Der Mentor » Sonntag 4. Dezember 2016, 13:59

Nun zahlt es sich wirklich einmal aus, dass Doktor Schmidt schon mehrfach das Opfer von Handgreiflichkeiten und spontanen Angriffen durch seine anvertrauten Patienten wurde. In einer seltsamen Mischung aus Gewalt und Fürsorge gelingt es ihm, den Veteranen niederzuringen und seinen Griff derart anzusetzen, dass der Mann nach einigen zähen Sekunden die Augen verdreht. Sämtliche Körperspannung weicht schlagartig aus seinen Gliedern, als sein Gehirn den künstlich herbeigeführten Sauerstoffmangel registriert und den Körper der Bewusstlosigkeit preisgibt.

Problemlos (abgesehen von einer nun rutschenden Hose) kann Julius den Mann im Anschluss mit seinem Gürtel fesseln.

Der zweite Veteran wimmert und stinkt derweil unverändert, mit einer Pistole an der Schläfe, auf dem Boden vor sich hin.
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Piotr Cebulski
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Re: X. Die Höhle des Löwen

Beitrag von Piotr Cebulski » Sonntag 4. Dezember 2016, 14:01

Endlich fällt die Paralyse von Piotr ab und der Journalist aus Polen eilt umgehend Herrn Silbermann zu Hilfe, welcher mit wackeligen Beinen an der Rückwand des Raumes lehnt und noch immer beide Hände vor den Mund presst.
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Gustaver von Feldess
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Re: X. Die Höhle des Löwen

Beitrag von Gustaver von Feldess » Sonntag 4. Dezember 2016, 14:07

Auch Gustaver kann nicht anders, als sein Riechorgan gegen die Innenseite seines Ärmels zu pressen. Bittere Galle brennt in seiner Speiseröhre, doch er kann den Würgereiz noch gerade so unterdrücken.

Während alle anderen mit ihren individuellen Handlungen beschäftigt sind, ertönt plötzlich ein dumpfer Schlag.

Wer zu von Feldess blickt, sieht den Veteranen zu dessen Füßen die Augen verdrehen und dann zu Boden sacken. Der mit dem Knauf nach vorne gehaltene Revolver in seiner Rechten spricht Bände.


"Dit wird morjen richtig wehtun", kommentiert er trocken und steckt die Waffe weg. Danach macht er sich kommentarlos daran, den zweiten Bewusstlosen ebenfalls zu fesseln und auch zu knebeln. In dem Unrat, mit welchem die Kaiserstatue behängt ist, finden sich mühelos ein Stück Strick und auch ein alter Lumpen, der zum Knebel taugt.

"Stopf ihm ooch wat in den Mund, David", rät er derweil und zeigt dann auf eine bislang unentdeckt gebliebene Tür in der Vertäfelung der Rückwand - nur wenige Schritte neben dem Vorhang, durch welchen die Gruppe den Raum betreten hat. "Julius, kieck mal, wat hinter der Tür ist. Vielleicht können wir die Kerle dort verstecken."
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