X. Die Höhle des Löwen

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Dr. David Schmidt
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Re: X. Die Höhle des Löwen

Beitrag von Dr. David Schmidt » Samstag 21. Januar 2017, 21:32

Alleine zurückbleiben, besonders in diesem Haus war aber eigentlich keine Option. Irgendwie erscheint es ihm im Moment auch viel vernünftiger zusammenzubleiben und so eilt er den anderen nach. Doch einen kurzen Blick hinter sich nach ein paar Schritten kann er sich dann doch nicht verkneifen.

Er hofft inständig, dass sie diese Angelegenheit in dem Haus bald erledigt haben werden....
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Der Mentor
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Re: X. Die Höhle des Löwen

Beitrag von Der Mentor » Sonntag 22. Januar 2017, 07:37

Davids Wunsch scheint zumindest insofern erhört zu werden, als dass sich die Zahl weiterer Optionen nach dem nächsten Treppenabschnitt deutlich reduziert - hier oben scheint tatsächlich Schluss zu sein.

Eine einzelne Tür führt tiefer in die Räumlichkeiten dieser Etage hinein.

Lauschen offenbart Stille, Öffnen einen an seinem Ende nach links abknickenden Gang von vielleicht sechs Metern Länge. Vorher ist auf beiden Seiten je eine Tür zu entdecken. Neben der Linken ist eine Messingplakette angeschlagen - "Direktorin" - neben der Rechten gleich drei übereinander angeordnete: "Wohnbereiche II", "Musikzimmer II" und "Bibliothek II".

Während ihr die Plaketten im Licht der Taschenlampe in Augenschein nehmt, hört ihr aus dem Treppenhaus von weiter unten das unzweifelhafte Geräusch einer zufallenden Tür.

Niemandem von euch gelingt es, bei dem Klang nicht kurz zusammen zu zucken!
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Re: X. Die Höhle des Löwen

Beitrag von Isaak Silbermann » Donnerstag 2. Februar 2017, 20:18

Auch wenn Isaak es selbst nicht wahrnehmen kann, so hat er doch endlich wieder Farbe im Gesicht! Glücklicherweise liegt in diesen Hallen und Fluren kein abartiger Geruch in der Luft und auch die Bewegung, die zwangsläufig mit dem Wechsel der Räumlichkeiten verbunden ist, hilft ihm, wieder etwas zu sich zu finden.
Die Erleichterung, die er auf Grund der Verbesserung seines körperlichen Zustandes spürt, vernebelt ihm ein wenig die Wahrnehmung. So wird ihm erst durch die Reaktion seiner Mitstreiter bewusst, dass es sich hier erneut um eine ernste Situation handelt, deren Ausgang ungewiss ist. Die zufallende Tür holt ihn nun gänzlich auf den Boden der Tatsachen zurück. Isaak spürt deutlich, wie sich einzelne Muskelpartien seines Körpers verhärten und sein Atem scheint ebenso hastig von Ort und Stelle davonlaufen zu wollen.
Als er die Plaketten neben den Türen sieht, rümpft er ein wenig die Nase: "Direktorin?" Mit großen Augen sieht er die anderen an, während er sich vorstellt, wie wohl das ausgewiesene Musikzimmer und die Bibliothek aussehen würden.

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Julius Johnsson
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Re: X. Die Höhle des Löwen

Beitrag von Julius Johnsson » Samstag 4. Februar 2017, 22:53

Julius begutachtet die Tür die sie von den Treppen trennt. Vielleicht steckt ein Schlüssel oder man kann sie von innen verriegeln um die Veteranen auszusperren. Auch ihm ist nicht wohl beim Gedanken in eine Zwickmüle zu geraten.
"Wir sollten sie aussperren" kommentiert er sein Vorhaben.

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Re: X. Die Höhle des Löwen

Beitrag von Der Mentor » Sonntag 5. Februar 2017, 12:19

Kein Schlüssel, kein Riegel - diese Durchgangstür scheint nicht dazu gedacht zu sein, verschlossen zu werden.

Was tun? Ein schweres Möbelstück könnte eurem Ziel nutzen, doch wirkt dieser Teil des Obergeschosses geräumt und soweit ihr eure Umgebung überblicken könnt, ist nichts zu entdecken, was eurem Zwecke dienlich wäre. Möglicherweise hinter dem Knick am Ende des Gangstücks oder hinter einer der Türen?

Schritte auf der Treppe dringen an eure Ohren - eindeutig von mehreren Paar Füßen ...
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Re: X. Die Höhle des Löwen

Beitrag von Piotr Cebulski » Sonntag 5. Februar 2017, 12:21

Piotr greift nach der Klinke der Direktorinnen-Tür. "Bitte kurz Licht!", sagt er nervös zu Gustaver.

Ein Drücken, ein Rütteln, ein hilfreich zum Handlungsort geschwenkter Lichtkegel ... verschlossen!
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Re: X. Die Höhle des Löwen

Beitrag von Der Mentor » Sonntag 5. Februar 2017, 12:23

Das Geräusch von Schuhsohlen auf Steinstufen wird lauter, kommt näher ...
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Re: X. Die Höhle des Löwen

Beitrag von Julius Johnsson » Sonntag 5. Februar 2017, 15:04

Sobald Julius das Geräusch von Schritten hört wendet er sich mit der schussbereiten Schrotflinte geschwind der Tür zum Treppenhaus zu und tritt auf die Schwelle heraus.
"Sucht etwas zum verrammeln" wirft er den anderen dabei über seine Schulter zu und schickt ihren Verfolgern schon mal ein "Zurück oder ich schiesse" entgegen.

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Re: X. Die Höhle des Löwen

Beitrag von Dr. David Schmidt » Donnerstag 16. Februar 2017, 22:44

David deutet auf die andere Tür, die die drei Schilder trägt. Vielleicht gibt es ja dort etwas. Schnell eilt er hin, um zu sehen, ob diese Türe vielleicht offen ist. Vielleicht gibt es ja dort etwas, um die Türe zu verammeln. Aber all dies lenkt ihn natürlich nicht davon ab, dass er sich in der Falle fühlt.
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Re: X. Die Höhle des Löwen

Beitrag von Der Mentor » Freitag 17. Februar 2017, 20:27

Die Klinke gibt sanft nach und die Tür öffnet sich beinahe geräuschlos in die dahinter liegende Dunkelheit. Gustavers Leuchten bringt ein kurzes Stück Gang zum Vorschein, das nach wenigen Metern nach rechts abknickt. Eine weitere Tür ist nicht zu sehen, dafür alte, rote Teppichböden und abblätternde, Feuchtigkeit ausdünstende Tapete.

Als ihr euch noch einmal umwendet, fällt euer Blick auf den weiteren Gangverlauf des zuvor erwähnten "Knicks nach links". Hier geht es vielleicht ein halbes Dutzend Meter weiter, dann knickt der Gang erneut ab - diesmal nach rechts.

Vorher jedoch fallen eure Blicke auf eine wuchtige Kommode an der rechten Wand und eine schmale Holzstiege zur Linken, die eurer Orientierung nach auf den Dachboden führen müsste.
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Re: X. Die Höhle des Löwen

Beitrag von Gustaver von Feldess » Freitag 17. Februar 2017, 20:30

"Sieht robust aus!", kommentiert Gustaver den Fund und begibt sich - Dr. Schmidt und Piotr mit sich winkend - hinüber zu dem Kommode, um sie mit vereinter Kraft zurück in Richtung Eingangstür zu wuchten. "Kommt, packt mal mit an, schnell!", zischt er mit gedämpfter Stimme.
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Re: X. Die Höhle des Löwen

Beitrag von Der Mentor » Freitag 17. Februar 2017, 20:37

Währenddessen sieht Julius vor sich die ersten schemenhaften Köpfe im Halbdunkel des steinernen Treppenaufgang erscheinen, nur wenige Meter entfernt. Rasch kommen sie näher, der Filmemacher kann bereits ihr Schnaufen hören und meint sogar, ihre Alkoholfahre riechen zu können. Plötzlich hat er wieder die Worte des Mannes im Ohr, der sich in der Aula eingepisst hatte: "Manchmal nimmt er uns ... wie Puppen." Puppen ...
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Re: X. Die Höhle des Löwen

Beitrag von Dr. David Schmidt » Samstag 18. Februar 2017, 16:47

David eilt dann auch gleich Gustaver zur Hilfe. Das wird mühselig, denkt er bei sich. Die Müdigkeit und der Sturz auf den Stuhl haben doch schon einige Spuren an ihm hinterlassen. Dann ist er aber schon wieder ganz bei der Sache, schliesslich waren sie in Gefahr.
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Julius Johnsson
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Re: X. Die Höhle des Löwen

Beitrag von Julius Johnsson » Mittwoch 22. Februar 2017, 17:30

Julius atmet schwer. Er hatte die Flucht nach vorn angetreten um dieser Sache so schnell wie möglich ein Ende zu bereiten und sah sich jetzt wieder in einem verfluchten Dilemma. Er ist überzeugt dass die Veteranen nur wie Puppen vom anscheinend übermächtigen "Vater" gelenkt werden und hat dementsprechend arge Gewissensbisse ihnen ernstlich etwas zu leide zu tun. Die Veteranen wiederum kannten in ihrem Zustand weder Skrupel noch Mitleid und würden nicht zögern ihm den Garaus zu machen. Er musste handeln.
Julius entschliesst sich zu schiessen. Seine Absicht ist es aber nur die finsteren Gestalten aufzuhalten, er will sie nicht töten und so zielt er halb in Richtung Boden so dass nur einige Schrotkugeln die Beine der Angreifer treffen sollen. Er hofft auch dass sie durch den Schuss und etwaige Verletzugen wieder zur Besinnung kommen, wie schon einmal erlebt.


[Probe Schrotflinte: 08, Schaden 17]

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Re: X. Die Höhle des Löwen

Beitrag von Der Mentor » Donnerstag 23. Februar 2017, 11:45

Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht: um auf die Beine des ersten Veteranen zu schießen, muss Julius beängstigend lange warten, schließlich muss der Gegenüber erstmal einen Fuß auf die Plattform setzen, bevor sein Kriterium zum Betätigen des Abzugs erfüllt ist.

Als es schließlich soweit ist - die Sekunden in denen Julius mindestens drei Gestalten ausmachen kann, dehnen sich zu einer gefühlten Ewigkeit - trennen nur wenige Meter die beiden Kontrahenten von einander. Johnsson drückt ab, verschätzt sich im Winkel und erwischt sein Ziel mit voller Wucht und dem vollen Ausmaß an Effektivität!

Der Veteran schreit gotterbärmlich auf, als dutzende der kleinen Projektile zugleich seine Beine zersieben, wird nach hinten gerissen und stürzt rücklings auf seinen nächsten Kameraden. Der dritte kann noch gerade rechtzeitig einen Schritt zur Seite machen, als die anderen beiden unter mehr als hässlichen Geräuschen von weichem Fleisch und porösen Knochen auf hartem Stein die Treppe hinunter schlagen.

Julius Hoffnung, dass den beiden nichts ernsteres passiert ist, zerplatzt bei dem Anblick wie eine Seifenblase ...
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