XI. Viel Wirbel um Ida

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Der Mentor
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XI. Viel Wirbel um Ida

Beitrag von Der Mentor » Samstag 8. April 2017, 12:43

Das Zimmer jenseits der Schwelle ist etwas größer als das vorherige und ebenfalls reich möbliert. Im Unterschied wurden hier jedoch sämtliche Möbelstücke und Teppiche beiseite geräumt, sodass das Zentrum des Raumes weitgehend leer erscheint. Eine weitere Tür hinaus ist nicht zu entdecken, ein Fenster in der Dachschräge fest verschlossen. Ungeachtet dessen weht euch ein leichter Wind entgegen.

In der Mitte dieser Dachkammer steht nur ein Möbelstück, ein mit grünem Stoff bezogener Sessel. Darin sitzt Ida Lechner, in einen bodenlangen Mantel gehüllt.

Ihr gegenüber sitzt ein euch unbekannter alter Mann, offensichtlich an einen Rollstuhl gefesselt. Zwischen den beiden steht eine Laterne am Boden, deren Flamme hinter dem Glas hektisch hin und her flackert. Die Augen des Mannes fixieren offenbar hoch konzentriert die junge Frau, deren Körper sich vor Schmerzen immer wieder krampfartig im Sitz aufbäumt, ohne dass dabei ein Laut über ihre Lippen käme.

Ein Schwindelgefühl überkommt euch, als ihr des lautlosen Wirbelwinds gewahr werdet, welcher die beiden vom Boden bis zur Decke umtost und damit einen Großteil des Raumes erfüllt. Die euch entgegen wirbelnde Luft ist warm und lässt die Bilder an den Wänden sowie die Bücher in den Regalen leicht vibrieren. Ein loses Blatt Papier am Boden wird von dem Wind erfasst, in die Höhe gerissen und altert beim Aufstieg zur Decke derart rasant vor euren Augen, dass es noch vor Erreichen der Selbigen zu Staub zerfällt.

Die junge Frau im Sessel wendet den Kopf in eure Richtung, noch bevor jemand von euch imstande ist, etwas zu tun. Schreck geweitete Augen starren euch an. Ihre Lippen formen mehrere Worte, doch dringt erneut kein Geräusch von innerhalb des Wirbels an eure Ohren.
"Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehn, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein." - F. Nietzsche, Aph. 146

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Julius Johnsson
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Re: XI. Viel Wirbel um Ida

Beitrag von Julius Johnsson » Freitag 14. April 2017, 18:45

Julius betrachtet schockiert die groteske Szenerie die sich ihnen bietet. Gebannt starrt er auf den Wirbel und die hilflose Ida Lechner und versucht krampfhaft die Worte zu erahnen die ihren Lippen entfliehen, während seinen eigenen ein entsetztes "Mein Gott" entfährt. Auch registriert er schaudernd das zu Staub zerfallende Blatt Papier und versucht dabei einzuschätzen wann der unheimliche Wirbel beginnt.

(STA/17 drunter:[1],aktuelle STA=[49])

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Dr. David Schmidt
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Re: XI. Viel Wirbel um Ida

Beitrag von Dr. David Schmidt » Sonntag 23. April 2017, 12:39

David scheint ebenfalls die ganze Szenerie zu beobachten. Er ist aber im Moment dabei zu überlegen, ob er nun träumt oder wach ist und vermutet ersteres. Trotzdem versucht auch er herauszufinden, was Ida sagt. Bei dem Wirbel und dem alterenden Blatt fragt er sich, was ihm sein Unterbewusstsein damit zu sagen versucht.

(STA/54 drunter: [1] STA= [58])
Zuletzt geändert von Dr. David Schmidt am Sonntag 7. Mai 2017, 12:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Julius Johnsson
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Re: XI. Viel Wirbel um Ida

Beitrag von Julius Johnsson » Sonntag 23. April 2017, 18:36

Julius betritt vorsichtig den Raum, darauf bedacht nicht in den ominösen Wirbel zu geraten. Nach kurzem Überlegen und angesichts des Zeitdrucks entschliesst er sich dann einen Schuss auf den Mann abzufeuern, dazu positioniert er sich außerhalb des Wirbels genau zwischen Ida und dem Mann. Da er auf keinen Fall Ida treffen will zielt er zudem noch neben den Mann, der so zwar nicht die volle Ladung abbekommen würde aber hoffentlich genug um seinen Spuk zu unterbrechen.

(Probe Schrotflinte 13 drunter: Schaden 6)

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Re: XI. Viel Wirbel um Ida

Beitrag von Der Mentor » Donnerstag 4. Mai 2017, 08:45

Unter ohrenbetäubendem Dröhnen entlädt Julius Johnsson ein zweites Mal seine Schrotflinte. Die kleinen Projektile rasen auf den Vater zu und kollidieren dabei unweigerlich mit dem Wirbel. Erneut habt ihr das Gefühl, jemand würde euren Verstand schütteln, auf den Kopf stellen und anschließend wie einen feuchten Lappen auswringen: die Schrotkugeln werden beinahe augenblicklich auf null herunter gebremst, als sie die flirrende Luft erreichen! So als wären es lösliche Objekte, die man in einen Fluss schüttet, zerfließen sie vor euren Augen zu schwarzen Schlieren, werden herum gewirbelt und sind nach wenigen Augenblicken gänzlich verschwunden.

Eure Versuche, von Idas Lippen zu lesen, bleiben derweil ein bemühtes Raten. Hieß das eben "Nein" ... und das "Vater" ... und das "Bitte"?

In jedem Fall habt ihr das Gefühl, dass euch der Großteil des Inhalts entgeht.
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Re: XI. Viel Wirbel um Ida

Beitrag von Isaak Silbermann » Freitag 5. Mai 2017, 12:21

Isaak hatte zu einem früheren Zeitpunkt gehofft, dass sich in irgendeiner Form Erleichterung bemerkbar machen würde, wenn sie Ida fänden. Jedoch zeichnete sich in den vergangenen Stunden eher ab, dass sie froh sein könnten, wenn sie selbst hier lebendig und wohlauf das Internat verließen. Dass die junge Frau, deren Suche in den letzten Tagen all ihre Aufmerksamkeit forderte, nun hier - mehr oder weniger - lebendig vor ihnen sitzt, kann Isaak kaum fassen. So schüttelt er fassungslos seinen Kopf und mit ungläubigem Blick betrachtet er die sich ihm bietende Szenerie und den seltsam anmutenden Wirbelwind. Die Tatsache, dass die Gegenstände, die mit der flirrenden Luft in Kontakt kommen, sich in Nichts auflösen, lässt ihn mit geweiteten Augen beinahe zur Salzsäule erstarren und er verharrt an Ort und Stelle. Es ist ihm, als hypnotisiere ihn die aufwallende Luft in irgendeiner angsteinflößenden Weise. Seine oberen Schneidezähne pressen sich unweigerlich in die stark durchblutete Unterlippe, während sich kalter Schweiß auf seinen Handflächen bildet, den er mit druckvollen, krampfigen Bewegungen an seiner Hose abreibt. Laut, fast ohrenbetäubend, dringt der unregelmäßige Schlag seines Herzens an seine Ohren, rhythmisch ergänzend zu einem monotonen, pochenden Kopfschmerz. Diese Qual muss aufhören!
Da die Ereignisse in diesem Raum, wie die Männer schon vermutet haben, von dem Vater im Rollstuhl auszugehen scheinen, zieht es Isaak völlig ungehalten einige Schritte in dessen Richtung und er ruft lautstark: "Lassen Sie sie in Ruhe! Lassen Sie uns alle in Ruhe!" Seine immer noch schweißnasse rechte Hand umfasst das Rasiermesser in seiner Jackentasche auf unsanfte, ja fast grobe Art und Weise, sodass die scharfe Klinge einen kleinen Schnitt in der Handfläche hinterlässt. Trotzdem versucht er, sich dies nicht anmerken zu lassen.


(STA/8 drüber: [5],aktuelle STA=[49])

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Re: XI. Viel Wirbel um Ida

Beitrag von Dr. David Schmidt » Sonntag 7. Mai 2017, 12:46

Als Isaak Silbermann einige Schritte auf den Wirbel zu macht, in dem gerade die Schrotkugeln zu schwarzen Schlieren geworden sind, tritt David schnell vor. Auch wenn es nur ein Traum war, konnte er doch nicht zulassen, dass irgendeiner seiner Gefährten den Wirbel auch nur berührt. "Berühren sie nicht den Wirbel!", sagt er unnötigerweise, blickt aber auf den Mann im Rollstuhl, wie dieser nun reagieren würde.
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Re: XI. Viel Wirbel um Ida

Beitrag von Der Mentor » Montag 8. Mai 2017, 10:15

Der Vater macht keinerlei Anstalten, auf euer Eintreten, den Schuss oder Silbermanns Worte zu reagieren. Sein Blick fixiert Ida konzentriert und mit einer gewissen Verbissenheit, so als fände ein angestrengtes Ringen zwischen den beiden statt, welches sich der sichtbaren Welt jedoch gänzlich entzieht.

Die junge Frau ist es schließlich, die sich für einen Augenblick losreißt und euch den Kopf zuwendet. Ihre flehenden, kraftlosen Augen begegnen denen Johnssons und unter offenkundig großen Mühen hebt sie eine Hand in eure Richtung. Mit einigen raschen Gesten lässt sie ihre Finger durch die Luft gleiten und wie ein Echo darauf erscheinen außerhalb des Wirbels bläulich leuchtende Linien in der leeren Luft - geometrische Formen, die bereits nach wenigen Herzschlägen wieder verblassen.

Wo habt ihr diese Vielecke nur zuvor gesehen??

Den nächsten Schuss aus Richtung Treppenaufgang nehmt ihr nur noch am Rande wahr, so sehr sind eure Hirne und Herzen von den sich überschlagenden Ereignissen vor Ort in Beschlag genommen.
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Re: XI. Viel Wirbel um Ida

Beitrag von Julius Johnsson » Donnerstag 25. Mai 2017, 19:09

Entgeistert blickt Julius seinen im Wirbel verschwindenden Geschossen hinterher, was zur Hölle war das nur?
"Was können wir nur tun?" fragt er die Anderen mit ratloser und leicht panischer Stimme bevor seine Augen die Idas treffen.
Gebannt verfolgen seine Augen daraufhin die aus dem Nichts erscheinenden Linien.
"Habt ihr das gesehen?" platzt es aus ihm heraus sobald sie wieder verblasst sind, "waren in Idas Zimmer nicht ähnliche Symbole? Ist es Magie? Müssen wir vielleicht..."
mit den letzten Worten verstummt Julius plötzlich und kramt angespannt einen kleinen Zettel aus der Innentasche seiner Jacke hervor. Dann beginnt er mit lauter Stimme zu sprechen:

"ICH DIE ICH IN DIESES HAUS GEBUNDEN BIN
WILL NUN VERGEHEN WEIL ICH ES MIR WÜNSCHE
SO LASSE ICH ANSTELLE MEINER MIT VOLLMACHT SAGEN
VATER, MEINE KRAFT SOLL DICH IN IDA VERNICHTEN!"

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Re: XI. Viel Wirbel um Ida

Beitrag von Der Mentor » Samstag 27. Mai 2017, 10:21

Bedeutungsschwanger resonieren Julius Johnssons Worte in der kleinen Dachkammer. Die verborgenen Botschaften aus Mathildes Briefen klingen dabei wie eine Zauberformel, eine Beschwörung - doch der erhoffte Effekt bleibt aus.

Der Wirbel umtost die zwei vermuteten Kontrahenten weiterhin leise säuselnd, abgesehen davon herrscht für einige Sekunden lang angespannte Stille. Auch aus Richtung der Treppe ist nichts weiter zu vernehmen.

Im Übrigen sahen die Zeichen an Idas Zimmerwand anders aus, verschnörkelter, irgendwie schriftartiger und weniger ... geometrisch.


Bild
Eines der Zeichen
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Re: XI. Viel Wirbel um Ida

Beitrag von Isaak Silbermann » Montag 5. Juni 2017, 20:36

Gebannt verfolgt Isaak, wie Julius die zuvor mühseelig enträtselten Worte aus Idas Briefen ausspricht und wie sie im Raum wieder verhallen.
Wie zum Trost klopft er dem mutigen Filmemacher auf die Schulter, bevor er erneut in den Wirbel blickt und sich der von Ida in die Luft gemalten Zeichen zu erinnern versucht. Nachdenklich streicht er sich sanft durch seinen Bart, fixiert dabei aber immer wieder Ida und ihren Vater, bevor er plötzlich mit einigen hastigen Bewegungen in seiner Mantelinnentasche kramt und etwas zu suchen scheint. Vergeblich. Kurz hält er inne und wendet sich Julius mit voller Aufmerksamkeit zu. Aber ja, so war es: Seine neue korpulente Bekanntschaft hatte beim Treffen in Gustavers Detektei die Briefe für Ida an sich genommen. Aufgeregt gestikuliert der ehemalige Friseur wild mit seinen Händen und lässt sich dann von Julius die Briefe aushändigen.
Hastig blättert er das Bündel durch und scheint erneut etwas zu suchen. Aufgerissene Augen mit forschendem Innenleben betrachten die dargebotenen Seiten. "Hier!" Schließlich hält Isaak den anderen ein bestimmtes Blatt entgegen und deutet auf die Schmetterlingssymbolik am unteren Rand des Briefes. "Hier!", sagt er erneut. "Dieses Zeichen." Seine Augen fixieren nun wieder Ida und den Wirbel. "Dieses Zeichen entspricht dem, was Ida uns da gerade gezeigt hat."
Sein Blick ruht jetzt wieder auf dem Brief und seinen Mitstreitern. "Überall, auf allen Briefen findet man - wie eine Verzierung - das Wort Schmetterling in verschiedenen Formen angeordnet." Beim Betrachten dieser "Verzierung" des ersten Briefes fallen ihm die direkt darüber liegende Zeile und die in ihr enthaltenen Worte "Und dies sagt im Eingang" verstärkt ins Auge. Auch jetzt hält Silbermann noch einmal inne, durchblättert erneut die Briefe und meint dann zu den anderen: "Julius, wir müssen die Worte, die Du bereits gesprochen hast, nicht hier aufsagen. Sie haben nichts bewirkt. Aber schaut in die Briefe ..."
Er gibt jedem einen anderen Brief in die Hand. "Überall wird ein Ort genannt, an dem etwas vorgetragen werden soll- vermutlich eben die geheime Botschaft aus den Briefen. Außerdem bilden diese Verzierungen oder Formen Grundrisse der jeweiligen Räume ab. Im ersten Brief steht "Und dies sagt im Eingang" und tatsächlich war dieser Bereich so geschnitten, wie Formen hier andeuten. Im zweiten steht "In diesem Raum rufen sie zum Kaiser", im dritten ist vom "Raum der Bücher" die Rede und im vierten Brief wird gefordert, dass etwas dort gesagt werden solle, "wo auch schon meine zweite Schrift gelesen wurde - also im Raum mit der Kaiserstatue, wo wir vorhin schon waren. Diese Abscheulichkeit ..."
Isaak erinnert sich an den üblen Geruch in diesem Saal und einige Schweißperlen bilden sich an seiner Stirn. Mit Entschlossenheit in der Stimme, jedoch auch Furcht in den Augen meint er zu seinen Begleitern: "Wir müssen nochmal zum Eingang, in den Raum mit der Statue und in die Bibliothek und dort die geheime Botschaft aus Idas Briefen vorlesen." Mit einem Stofftaschentuch tupft sich Isaak schließlich die Schweißperlen ab und blickt den anderen Herren erwartungsvoll in die Augen.

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Re: XI. Viel Wirbel um Ida

Beitrag von Julius Johnsson » Donnerstag 8. Juni 2017, 23:49

Ja natürlich, da stand es ja schwarz auf weiß! Julius hatte dem Inhalt der Briefe nach der Entschlüsselung nicht mehr für wichtig genommen und ärgerte sich nun fast schwarz. Warum war er nur so vorangeprescht, nun mussten sie sich durch einen aufgescheuchten Haufen Veteranen kämpfen während Ida weiss Gott was wiederfuhr.
"Du hast vollkommen recht Isaak, ohne Dich wären wir aufgeschmissen! Aber nun rasch zu Gustaver!" ruft Julius während er seine Flinte nachlädt.
An Ida gewandt ruft er noch: "Wir kennen die Lösung! Halt durch, wir kommen wieder!"

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Re: XI. Viel Wirbel um Ida

Beitrag von Dr. David Schmidt » Sonntag 11. Juni 2017, 22:13

"Äh, und wir rennen nun einfach unseren Verfolgern in die Hände?", fragt David, nachdem die Erklärung und Auflösung ausgesprochen gut gefallen hatte, aber bei der Durchführung schien es ihm doch etwas zu schnell zu gehen. "Sollten wir uns hierfür nicht vielleicht ein planvolleres Vorgehen überlegen, also zum Bespiel wieviel Schuss hat die Flinte, also ab wann können wir uns gefahrlos in den Nahkampf wagen zum Beispiel. Wir sollten nicht den selben Fehler zweimal machen und einfach losstürmen."
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Re: XI. Viel Wirbel um Ida

Beitrag von Gustaver von Feldess » Montag 12. Juni 2017, 19:45

Just als Dr. Schmidt seine letzten Worte ausgesprochen hat erklingen Schritte aus dem angrenzenden Raum. Der Kegel einer Taschenlampe flackert umher und kündigt an, dass es Gustaver ist, der sich nähert. Bei genauerem Hinsehen erkennt man tatsächlich den Ermittler - seinen Revolver in der Rechten und den Blick voller Adrenalin tritt er ein und besieht das surreale Setting. Sein Unterkiefer gibt unfreiwillig der Schwerkraft nach.

"Wat zur ... Scheiße!", stammelt er mit einer Mischung aus Fassungslosigkeit und Empörung.
"Der Scharfsinn der Polizei ist die Gabe, alle Menschen eines Diebstahls für fähig zu halten, und das Glück, dass sich die Unschuld mancher nicht erweisen lässt."

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Re: XI. Viel Wirbel um Ida

Beitrag von Der Mentor » Montag 12. Juni 2017, 19:48

Julius Worte scheinen sowohl akustisch als auch intellektuell zu Ida Lechner durchzudringen. Angestrengt, doch mit plötzlich aufkeimendem Grimm in der Miene nickt sie dem Schwergewicht vom Film einmal fest zu. Dann dreht sie ihren Kopf wieder gen Vater und senkt trotzig die Stirn. Schweißperlen glänzen in beiden Gesichtern, dabei ist es alles andere als warm hier oben.
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