XI. Viel Wirbel um Ida

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Dr. David Schmidt
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Re: XI. Viel Wirbel um Ida

Beitrag von Dr. David Schmidt » Montag 2. Oktober 2017, 15:46

David, der sich gerade dem sich ihm nahenden Veteranen stellen wollte, kommt durch den abrupten Wechsel etwas aus dem Gleichgewicht, fängt sich aber nach einen Stolperschritt wieder und sieht sich verdutzt um. "Schwindelig ist noch gar kein Ausdruck!", meint er dann.

"Auf jeden Fall haben wir jetzt freie Bahn zur Statue", sagt er dann nach einer kleinen Weile und es klingt auch schon wieder gefasster.
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Gustaver von Feldess
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Re: XI. Viel Wirbel um Ida

Beitrag von Gustaver von Feldess » Dienstag 3. Oktober 2017, 13:15

Gustaver scheint das Ganze schwerer zu schaffen zu machen, als seinem psychologisch geschulten Kollegen. David kann unschwer die Symptome einer aufwallenden Panikattacke beobachten, welche von Feldess scheinbar nur mühsam in den Griff bekommt. Gehetzt blickt er sich um - Türen, Fenster, Treppenaufgang - alles scheint für den Augenblick ruhig und sicher.

"Also dann, weiter ..."
, ist das Einzige, was er sagt und marschiert erneut einfach drauflos, den Revolver noch immer in der zitternden Rechten.

Weiter durch die noch immer offen stehende Tür in Richtung Aula ...
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Der Mentor
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Re: XI. Viel Wirbel um Ida

Beitrag von Der Mentor » Dienstag 3. Oktober 2017, 13:22

Sofern sich alle anschließen, werdet ihr bereits im auf die Tür folgenden Gang von einem beißenden Gestank empfangen, welcher, wie ihr euch mit Unbehagen erinnert, den Exkrementen des inkontinenten Veteranen entstammt.

In der Aula erblickt ihr im schwachen Schein von mittlerweile deutlich herunter gebrannten Kerzen die noch immer unverändert sichtbaren Spuren eures Kampfes mit den Greisen. Ebensowenig entgeht euch Isaaks Mageninhalt auf dem Boden direkt neben dem Vorhang.

Die Luft hier drinnen lässt sich kaum atmen, ohne sofort einen erneuten Brechreiz zu verspüren.

Dumpfe Geräusche aus dem Stuhllager deuten darauf hin, dass die von euch gefesselten Gestalten mittlerweile zwar wieder wach, doch offenbar noch immer fachgerecht verschnürt sind.
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Re: XI. Viel Wirbel um Ida

Beitrag von Julius Johnsson » Sonntag 22. Oktober 2017, 23:38

Julius ist wie benommen vom üblen Gestank, dieser kam ihm so dick vor als könne man wahrlich jemanden damit erschlagen.
Einen Arm dicht vor Nase und Mund gepresst taumelt er mehr Richtung Statue und stützt sich schliesslich erschöpft daran ab.
"Bringen wir´s so schnell wie möglich hinter uns" zischt er um möglichst wenig Luft zu verlieren. "Danach geht es bestimmt wieder auf die Reise" ,bringt er noch hervor und endet hustend "aber Hauptsache bessere Luft!"

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Re: XI. Viel Wirbel um Ida

Beitrag von Isaak Silbermann » Freitag 27. Oktober 2017, 21:31

Der Gestank, der sich in dem Raum eingerichtet zu haben scheint, lässt beim Betreten sofort sämtliche Farbe aus Isaaks Gesicht weichen. Nur mühsam gelingt es ihm, einen erneut einsetzenden - weit intensiveren - Würgereiz zu unterdrücken und sein Stofftaschentuch auch der Mantelinnentasche zu fingern, um vorbereitet zu sein, schließlich weiß man ja nie, was noch passiert. Dass auch Julius offensichtlich unter dem üblen Geruch leidet, hinterlässt bei ihm zumindest ansatzweise den Eindruck, als sei er nicht als einziger derart überfordert von den umgebenen olfaktorischen Grenzüberschreitungen. Deswegen nickt der Älteste der Runde ihm auch zu - zustimmend- und zögert nicht, die Botschaft des zweiten Briefes an Ida zunächst etwas zaghaft und leise, dann jedoch bestimmt und deutlich vorzutragen: "WILL NUN VERGEHEN WEIL ICH ES MIR WÜNSCHE". Auch Isaak begibt sich während des Vortragens intuitiv in die Nähe der Kaiserstatue, vielleicht, weil sie etwas Protektives verkörpert. Den Kopf lässt er ein wenig sinken und nur blinzelnd öffnet er sich dem, was die gesagten Worte ausrichten mögen.

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Re: XI. Viel Wirbel um Ida

Beitrag von Der Mentor » Mittwoch 1. November 2017, 14:31

Erneut bleibt die klassische Dramatik eines Bühnenzaubers aus - kein spektakulärer Knall, kein arkanes Wunderwölkchen und weder Licht- noch sonstige Effekte. Stattdessen einfach der schlichte, nahtlose Übergang von einer Realität in die Nächste.

Zumindest in geruchlicher Hinsicht eine Wohltat ...

Die Aula des Heims für höhere Töchter ist zahlreich bestuhlt und erstrahlt ebenfalls in prunkvollem Glanze. Die Statue des Deuschen Kaisers auf ihrem Sockel gleicht einem Altar und auch der davor stehende Tisch biegt sich unter einer Last von Geschenken und Grußkarten. Der mit Duftöl getränkte Kranz auf dem Kopf der Büste verströmt Wohlgeruch, ebenso wie die zahlreichen Bienenwachskerzen, die überall brennen. Feiner Weihrauch liegt in der Luft.
[Probe: Okkultismus]

Um euch herum herrscht wieder einmal reger Trubel - Männer und Frauen suchen nach geeigneten Sitzplätzen, Kinder wirbeln dazwischen umher. [schwere Probe: Idee für Silbermann und Schmidt] Lehrkräfte sorgen für Ordnung oder tummeln sich nahe der Statue, wo auch der Mädchenchor erneut Aufstellung bezieht. Hausherr Rendel tauscht Worte mit der Schulleiterin aus und wendet euch dabei den Rücken zu.

Eine Standuhr zeigt, dass es 18:25 Uhr ist, also 10 Minuten später als noch “vorhin“ in der Eingangshalle.
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Re: XI. Viel Wirbel um Ida

Beitrag von Dr. David Schmidt » Sonntag 5. November 2017, 22:13

Irgendwie war es (der Übergang, wie er für sich dachte) diesmal leichter, findet David, wahrscheinlich weil dieser andere Ort viel angenehmer war, als der andere, den er immer noch als "die Realität" bezeichnete. Wie auch immer, es war nicht nur das Fehlen des Gestanks, sondern auch die heimliche Atmosphäre.

Die jedoch je zerbirst, als er Herrn Rendel sieht.
"Wir sollten zusehen, dass wir in seinem Rücken bleiben", raunt er den anderen zu.

Proben:
[Okkultismus: 14 drüber; Idee: 21 unter schweren Wert]
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Re: XI. Viel Wirbel um Ida

Beitrag von Julius Johnsson » Montag 13. November 2017, 17:46

Julius atmet tief durch. Erstaunlich wie schnell sich der Geist an solch irreale Gegebenheiten gewöhnen kann, denkt er. Andererseits mutet ihm nun die verdreckte und stinkende Realität ob des Anblicks der sauberen und wohlriechenden Statue noch obszöner an als bisher. Ganz geheuer ist ihm die Szenerie freilich nicht und so pflichtet er Dr. Schmidt bei.

[Probe Okkultismus: 68 drüber]

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Re: XI. Viel Wirbel um Ida

Beitrag von Gustaver von Feldess » Dienstag 21. November 2017, 20:15

Gustaver taxiert konzentriert die Umgebung. Der aufgrund des plötzlichen regen Treibens notwendige Aktionismus scheint ihm sichtlich gut zu tun, lenkt er ihn doch von den zahllosen Fragen ab, auf die sein Verstand einfach keine Antworten finden mag. Zumindest keine, die seiner geistigen Gesundheit zuträglich wären ...

Der Mädchenchor steht mittlerweile wieder in Position und der Ermittler aus Berlin stutzt kurz über das etwa sechzehnjährige Mädchen, dass eure Gruppe direkt anzusehen scheint. Ein Schauer läuft ihm über den Rücken und er fasst Piotr an der Schulter.
"Wir sollten uns mal setzen, wa? Die Leute kiecken schon", raunt er und macht Anstalten, seine Schritte in eine der nächstgelegenen, noch freien Stuhlreihen zu lenken.
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Re: XI. Viel Wirbel um Ida

Beitrag von Piotr Cebulski » Dienstag 21. November 2017, 20:49

Piotr scheint unsicher zu sein, ob Gustavers Vorschlag sich mit seinen eigenen Vorstellungen deckt.

Zögernd sieht er zu David und Isaak und dann nach vorne zur Kaiserstatue.
"Da Mathilde ist ja wieder", folgt es überrascht.
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Re: XI. Viel Wirbel um Ida

Beitrag von Der Mentor » Dienstag 21. November 2017, 20:53

Tatsächlich steht das Mädchen in der vordersten Reihe des Chors und wirft suchende Blicke in eure Richtung.

Ringsum finden derweil allmählich immer mehr Gäste ihre Plätze und setzen sich hin, sodass euer bislang verborgener Blick auf Vater Rendel und das Treiben im Zentrum des Raumes zusehens ausdünnt. Mit jeder verstreichenden Sekunde erhöht sich damit die Chance, dass - sollte sich Rendel umdrehen - sein Blick euch erspähen könnte.
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Re: XI. Viel Wirbel um Ida

Beitrag von Julius Johnsson » Dienstag 5. Dezember 2017, 15:10

Julius nickt zustimmend und nimmt Platz. Setzen und unauffällig bleiben schien auf jeden Fall die sichere Variante, auch wenn er mittlerweile daran zweifelt dass ihnen in dieser Zeit überhaupt etwas geschehen konnte. Riskieren will er nichts mehr, zumal sie ja drauf und dran waren den Fall zu lösen. Nur ein klein wenig Geduld war gefordert, so dachte Julius jedenfalls.

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Re: XI. Viel Wirbel um Ida

Beitrag von Dr. David Schmidt » Donnerstag 7. Dezember 2017, 13:47

David hingegen ist sich ziemlich sicher, dass ihnen in diesen Zeitfragmenten höchste Gefahr droht, vielleicht aber auch nur deshalb, weil es so fernab jeder normalen Wahrnehmung ist.

Sein Blick geistert durch die Reihen der Anwesenden und bleibt an einer Frau mittleren Alters hängen, die ihm vage bekannt vorkommt. Sie sitzt im übernächsten "Block" aus Stühlen, umringt von anderen Gästen des Hauses.

Ja aber natürlich! Konnte das sein?

Die Frau sieht genau aus wie die Pflegerin in dem Heim, wo er Mathilde Rendel heute Mittag besucht hat! Nur eben etwa 5 Jahre jünger.

Der Chefarzt hatte sie doch auch namentlich angesprochen ... Frau Buzkow?

In jedem Fall scheint sie ohne Begleitung da zu sein und kramt - etwa ein Dutzend Schritte entfernt - gelangweilt in ihrer Handtasche, während sie scheinbar darauf wartet, dass es weitergeht.

Dann sieht er wieder zu Herrn Rendel. Gustaver hatte recht, sie sollten kein Aufsehen erregen und wenn sie dann alles zusammen sitzen, kann er ja auch von seiner Entdeckung berichten. So macht er sich auf den Weg und setzt sich zu Julius.
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Re: XI. Viel Wirbel um Ida

Beitrag von Der Mentor » Sonntag 7. Januar 2018, 14:14

Mehr oder weniger zögerlich nimmt die Herrenrunde somit in einer der hinteren Reihen, nahe der linken Seitenwand der Aula, Platz. Außerhalb der gläsernen, an einen Wintergarten erinnernden Rückseite herrscht rabenschwarze, mondlose Nacht.

Anknüpfend an die Eröffnungszeremonie geht es umgehend weiter mit einer Reihe von Liedern, Reden und Gedichtvorträgen. Teils durch den Chor oder einzelne Schülerinnen und nicht selten unter Einbeziehung des Publikums.

Vater Rendels Mundwinkel umspielt immer wieder kurz der Hauch eines Unbehagen weckenden Schmunzelns, während er der Zeremonie schweigend beiwohnt. Er wirkt dabei phasenweise wie ein aufmerksamer Bluthund, welcher die Reihen taxiert und Mathilde dazu zwingt, den Kopf gesenkt zu halten, dann wieder wie ein zufriedener Pfaffe, der voller Stolz die Reihen seiner Lämmchen überblickt.

Ihr seid verständlicherweise nur mit einem Ohr beim Inhalt der ausufernden Verse und Strophen, die tatsächlich der traditionellen Kaisergeburtstagsfeier sehr nahe kommen, aber immer wieder auf schwer in Worte zu fassende Weise keinen Sinn ergeben. Hier und da ist ein Wort vertauscht, manchmal klingt es, als würde ein Redner über seine eigene Zunge stolpern, dann wieder sind ganze Passagen puren Kauderwelschs eingefügt.

Höhepunkt der Groteske ist nach etwa fünfzehn Minuten die Parodie eines bekannten Kaiserliedes, zu welchem sich die Anwesenden Gäste erst vereinzelt, dann in immer größerer Zahl, von ihren Plätzen erheben. Die bekannte Melodie beginnt, kaum mehr hörbar als ein Flüstern und schwillt allmählich zu einer tosenden Kakophonie an. In Rendels Augen ist das Weiß selbst aus eurer Distanz zu sehen, so sehr scheint ihn die Darbietung zu verzücken und in ihren Bann zu ziehen. Mathilde ist somit wieder frei, um sich hilfesuchend im Publikum nach euch umzusehen. Außerdem wechselt ihr Blick immer wieder zu Ida, welche wie in Trance mit dem Rest des Chors und Publikums gemeinsam das unheilvolle Lied intoniert.

Spielen euch eure Sinne nun einen Streich oder verdichtet sich dort eine dunkle, wabernde Wolke direkt über der Kaiserstatue?
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Re: XI. Viel Wirbel um Ida

Beitrag von Dr. David Schmidt » Montag 8. Januar 2018, 20:53

Auch wenn die ganze Szenerie seltsam anmuten mochte, macht trotzdem alles plötzlich Sinn für David. Er erinnert sich an einen Patienten, der über englische Kreise mit einer Art Satanismus in Kontakt gekommen war. Leider hatte die Psyche des Neugierigen der Begegnung nicht standhalten können. Was aber für den Psychiater schon damals interessant war, war die Beobachtung, dass dieser Patient verschiedene christliche Rituale leicht verändert hatte, um damit einerseits Satan selbst zu dienen, aber auch um das Christliche zu entweihen (dies hatte die Nonnen im Pflegepersonal natürlich besonders erschüttert).

Hier schien ihm der Fall ähnlich zu liegen, wobei hier das Andenken an den Kaiser beschmutzt wurde. In der etwas verqueren Logik einer Welt mit Magie (woran er sich noch nicht wirklich gewöhnt hat), machte auch die dunkle Wolke Sinn
. "Er verwendet dieses Treffen für eine Beschwörung!", raunt er den anderen eindringlich zu, hoffend, dass seine Gefährten eher wussten, wie man nun so einer Gefahr begegnen konnte.
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