XI. Viel Wirbel um Ida

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Piotr Cebulski
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Re: XI. Viel Wirbel um Ida

Beitrag von Piotr Cebulski » Sonntag 1. Juli 2018, 14:09

Auch Piotr scheint sich nicht sicher zu sein, was als nächstes zu tun ist. "Was denn wäre unser nächster Ort zum Aufsagen?", fragt er in die Runde.
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Gustaver von Feldess
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Re: XI. Viel Wirbel um Ida

Beitrag von Gustaver von Feldess » Sonntag 1. Juli 2018, 14:16

"Denke och nicht, dit wir uns jetzt trennen sollten", pflichtet Gustaver Julius bei. Eine fahrige Hand ist bemüht, den Revolver wieder im zugehörigen Holster zu verstauen. An Piotr gewandt sinniert der Detektiv: "Die Bibliothek wär jetzt dran. Oben im Zweeten stand doch da wat auf ner Plakette ..."
"Der Scharfsinn der Polizei ist die Gabe, alle Menschen eines Diebstahls für fähig zu halten, und das Glück, dass sich die Unschuld mancher nicht erweisen lässt."

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Dr. David Schmidt
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Re: XI. Viel Wirbel um Ida

Beitrag von Dr. David Schmidt » Sonntag 22. Juli 2018, 14:55

"Hmm, das stimmt wohl!", meint dann David und bleibt dann stehen. "Gut, dann machen wir zunächst weiter mit diesen....Sprüchen. Uns jetzt aufteilen wäre sicher eher kontraproduktiv, aber Zeit sollten wir auf gar keinen Fall mehr verlieren." Er wirkt nun unruhig, das Herumstehen erscheint ihm schwer zu fallen.
"When in doubt, reach for the stars. That way you'll never come up short."

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Der Mentor
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Re: XI. Viel Wirbel um Ida

Beitrag von Der Mentor » Montag 30. Juli 2018, 09:18

Nachdem also wieder Einigkeit sowohl darüber herrscht, wohin es als nächstes gehen soll, als auch dahingehend, dass die Uhr für Ida und Mathilde bedrohlich schnell tickt, sputet ihr euch, das Treppenhaus des ehemaligen Mädcheninternats erneut zu erklimmen.

Die Toten liegen noch immer reglos auf dem kalten Steinboden im Halbdunkel und bescheren euch ein Gefühl der Bedrohung, sobald der Lichtkegel von Gustavers Taschenlampe über sie hinweg streicht. Teils sichtbare Blutlachen beginnen bereits zu gerinnen und muten zäh und klebrig an ...

Raschen Schrittes drängt ihr vorwärts und müsst ein weiteres Mal über den Kadaver am Treppenaufgang des ersten Stocks hinweg steigen. Ihr hört währenddessen erneut und unmissverständlich Geräusche, welche von den jenseits der einzigen Tür umher streifenden Bewohnern stammen müssen.

Doch niemand begegnet euch oder stellt sich euch in den Weg ...

Im zweiten Stock lenkt ihr eure Schritte schnurstracks in Richtung der ausgeschilderten "Bibliothek für ältere Schülerinnen", einem verwinkelten und geometrisch unzweckmäßig bis absurd erscheinenden Raum, der euch bar jeglichen Mobiliars in der Dunkelheit erwartet. Außerhalb der Fenster wallt noch immer dichter Nebel und Gustavers Taschenlampe stellt die einzige Lichtquelle hier drinnen dar.
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Re: XI. Viel Wirbel um Ida

Beitrag von Julius Johnsson » Donnerstag 2. August 2018, 21:05

"Puuh, zum Glück sind wir Niemandem mehr begegnet! Machen wir schnell. Wir werden ja sehen ob wieder etwas passiert!" meint Julius der noch etwas ausser Atem ist.

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Dr. David Schmidt
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Re: XI. Viel Wirbel um Ida

Beitrag von Dr. David Schmidt » Samstag 11. August 2018, 17:27

David nickt zustimmend zu Julius und sieht dann zu Isaak, der ja auch bisher die Sätze vorgelesen hat.
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Re: XI. Viel Wirbel um Ida

Beitrag von Isaak Silbermann » Mittwoch 22. August 2018, 10:34

"Mit Sicherheit wird wieder etwas passieren", kommentiert Isaak Julius' letzte Aussage und folgt dessen Impuls, die versteckte Botschaft des dritten Briefes schnellstmöglich vorzulesen. Auch Isaak behagt die Situation keineswegs und die ständigen Wechsel aus Gegenwart und Erinnerungswelt, fordern ihren Tribut, sodass der Friseur dem dröhnenden Kopf- und beachtlichen Rückenschmerz zu entfliehen versucht. Den dritten Brief des "Schmetterlings" Ida hatte er schon auf dem Weg nach oben in die Bibliothek aus seiner Tasche hervorgekramt und hält diesen nun in schwitzigen Händen bereit.
In einem Moment vollkommener Stille trägt er die Worte in mittlerer Lautstärke vor:

"SO LASSE ICH ANSTELLE MEINER MIT VOLLMACHT SAGEN".

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Re: XI. Viel Wirbel um Ida

Beitrag von Der Mentor » Mittwoch 22. August 2018, 12:10

Schlagartig seid ihr von schweren, hölzernen Bücherregalen, Lesepulten und anderem Mobiliar umgeben. Ein Rollwagen mit Folianten aller Art steht unweit neben euch und eine auf einem nahen Tisch stehende Uhr zeigt 19:05. Von unten her dringen dumpfer Feierlärm und kakophonischer Gesang an eure Ohren. Das Licht in der Bibliothek ist nach wie vor gedämpft und nur unwesentlich heller als in dem leeren Raum eurer Gegenwart.

Im Unterschied zu dieser seid ihr jedoch nicht allein:

Ähnlich der Szene auf dem Dachboden ist Hauherr Rendel anwesend und mit einer Art Ritual oder Beschwörung beschäftigt. Diesmal ist es Mathilde, seine andere Tochter, die ihm, mit unsichbaren Fesseln an einen Tisch gebunden und sich unter lautlosen Schreien windend, schutzlos ausgeliefert ist.

Ihr alle versucht euren ersten, intuitiven Impulsen zu folgen und entweder zu helfen, etwas zu sagen, Deckung zu suchen oder sonstwie zu handeln, doch scheint ihr noch nicht wirklich Teil der Szenerie zu sein. Wie durch zähen, unsichtbaren Pudding gebunden und außerstande, irgendein Geräusch zu verursachen, seid ihr vorerst in die Rolle passiver Beobachter gezwungen.

So könnt ihr nur mit ansehen, wie eine weitere, völlig verängstigte Frau mittleren Alters hinter einem der Bücherregale hervor lugt: Frau Buzkow, die Pflegerin aus Mathildes Heim in der Gegenwart, die Frau, die Dr. Schmidt ebenfalls unten bei den Feierlichkeiten in der Aula aufgefallen war, verfolgt Rendels Treiben offenkundig in Schockstarre. Nur wenige Augenblicke lang, dann erfassen sie seine Augen. Mit mentaler Kontrolle zwingt er sie aufzustehen und zu ihm zu kommen, legt eine Hand um ihre Kehle, als wolle er sie würgen und grinst dabei diabolisch. Qualvoll, doch unwirklich gedämpft, schreit sie sich ihre Schmerzen aus dem Leib und feiner Dampf kräuselt sich vom Kontaktpunkt zwischen Rendels Hand und ihrem Hals.

Diese Ablenkung scheint Mathilde zu genügen, um ihre mentalen Fesseln für einen Augenblick abzuschütteln und euch anzusehen. Flehend und unter großen Schmerzen ruft sie euch zu:
"Lest den letzten Brief, schnell!!" Zeitgleich schwingt die Tür, durch welche ihr die Bibliothek in eurer Welt betreten habt, auf und offenbart im Gegensatz dazu einen gepflegten, geschmackvoll beleuchteten Flur.

Rendel realisiert, was im Begriff zu geschehen ist und zwingt seine Tochter wieder unter seine Kontrolle. Die Pflegerin Buzkow sinkt derweil röchelnd zu Boden. Der Hausherr funkelt euch an, als Erkenntnis in seinem Blick dämmert.
"IHR habt also damals alles verdorben!!", knurrt er und reißt die Arme in die Luft.

Am Boden beginnend nimmt ein ebensolcher Wirbel wie in der Dachkammer allmählich Form an und umschließt Vater und Tochter binnen Sekunden. Mathildes Astralleib erhebt sich widerwillig aus dem erschlaffenden Körper, steigt zur Decke und zerfasert dort in alle Richtungen, so als würde sie in das Haus selbst einsickern.

Parallel beginnt sich wabernde Schwärze in einer Ecke des Raumes zu bündeln, so ähnlich, wie ihr es über der Kaiserstatue in der Aula beobachten konntet. Tentakel zucken tastend aus der amorphen Wolke ... und plötzlich seid ihr frei, euch zu bewegen.
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Re: XI. Viel Wirbel um Ida

Beitrag von Julius Johnsson » Dienstag 28. August 2018, 19:01

Julius ist zunächst von der Szenerie völlig überrascht und will laut aufschreien. Als er realisiert wie er hilflos mitansehen muss was geschieht flucht er umso stärker in sich hinein.
Im Folgenden versucht er wenigstens alles genau zu beobachten. Dabei wundert er sich über eine schon gewisse Selbstverständlichkeit mit der sein Geist die absolut unlogischen, grausamen und skurillen Bilder verarbeitet.
Rendells Worte lassen ihn dann innerlich aufjubeln, das musste eine Anspielung auf Gustavers Schuss sein. Und wenn sie ihm einmal alles verderben konnten, so würden sie dies auch ein zweites mal schaffen!


"Schnell, raus hier!" schreit Julius mit neuem Mut, sobald er dazu fähig ist und steuert die Tür zum Flur an.

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Re: XI. Viel Wirbel um Ida

Beitrag von Gustaver von Feldess » Montag 3. September 2018, 21:12

Gustaver hasst, was er mit ansehen muss. Die Umgebung gleicht unsichtbarem, doch zugleich unendlich zähem Pudding und hindert ihn daran, Mathilde zu Hilfe zu eilen.

Mit entsprechendem Elan reißt er - endlich wieder imstande zu agieren - seine Pistole hervor und zielt auf den lautlos tosenden Wirbel, welcher Vater und Tochter mittlerweile umschließt.

Jetzt ist keine Zeit für große Worte, da gibt Gustaver Julius absolut Recht.
"Ihr habt den Mann jehört, also los!", sagt er zum Rest der Gruppe und deutet an, dass er mit seiner Waffe das Verlassen der Bibliothek zu decken gedenkt.

Die Mündung des Schießeisens wechselt ihr Ziel und richtet sich auf die schwarze Wolke, welche Gustaver im Augenblick wesentlich bedrohlicher erscheint, als Rendel selbst. Das Herz schlägt ihm bis zum Hals, als es in der Schwärze zu zucken beginnt.
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Dr. David Schmidt
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Re: XI. Viel Wirbel um Ida

Beitrag von Dr. David Schmidt » Montag 17. September 2018, 22:52

David ist schon auf dem Weg. Der letzte Brief, den mussten sie noch lesen, hatte zumindest Mathilde gemeint.

Er hat vollkommen die Orientierung verloren, räumlich und zeitlich, er folgt im Moment einfach nur Julius und hofft, dass nach dem Lesen des letzten Briefes endlich wieder Normalität einkehren würde.
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Re: XI. Viel Wirbel um Ida

Beitrag von Der Mentor » Mittwoch 19. September 2018, 08:59

Hals über Kopf stürmt ihr in Richtung Tür, als dröhnend laut Pistolenschüsse in eurem Rücken fallen. Diese vermischen sich mit panisch-fassungslosem Gestammel aus dem Munde von Gustaver.

Wer sich umdreht, sieht, dass sich etwas aus der schwarzen Wolke schält - etwas, dass sich wie ein zu groß geratener Mann, der sich unter einem viel zu niedrigen Türsturz hindurch zwängt, gebückt durch das Portal schiebt.
[Probe:STA -> 1/1W6+2]

Tatsächlich ist das Geschöpf entfernt menschenähnlich, doch muss dem Fieberwahn eines Irrenhausinsassen entsprungen sein: beinahe zwei Meter groß, mit dürren Gliedmaßen und einem unverhältnismäßig aufgeblähten Bauch - womit sich die Parallelen zu einem Menschen auch schon erschöpft hätten. Die Haut der Kreatur ist pechschwarz und glänzt wie Gummi, sodass es euch zu erkennen schwer fällt, wo genau die Wolke endet und wo das Ding beginnt.

Eure Blicke sind außerstande, die bizarren, haifischartigen Mäuler zu übersehen, aus denen euch reihenweise messerscharfe Zähne entgegen blecken. Ebensowenig die rot glühenden Augen, die grotesk lange, spitze Nase oder die hummerartigen Scheren, die das Alptraumgeschöpf anstelle von Händen besitzt.

Wer nicht zu eifrig damit beschäftigt ist, die Beine in die Hand zu nehmen, sieht mit an, wie Gustaver zwei Kugeln auf den "schwarzen Mann" abfeuert. Es bleibt in dem Tohuwabohu unklar, ob er sein Ziel trifft. In jedem Fall zeigt die Kreatur keinerlei Anzeichen von Schmerz.

Stattdessen wendet sie sich dem Privatdetektiv zu und ... wird vor euren Augen unsichtbar!

Wer nichts von alldem mitbekommt, rennt einfach. Vermutlich ist es jenen, die das Ding gesehen haben, dabei egal, dass die Korridore, welchen ihr bis zum Treppenhaus folgt, nun nicht mehr alt und verlassen, sondern schmuckvoll möbliert und gut ausgeleuchtet sind, denn all dies ändert nichts daran, dass keine heimelige Beleuchtung der Welt ausreichend wäre, um das unbändige Grauen in euren Herzen zu zähmen.

Im Treppenhaus angelangt hört ihr lautstark den Trubel von unten - die singenden Menschen, die Lehrer, Schülerinnen und das anwesende Personal. Tatsächlich seht ihr schon beim Blick auf die vor euch liegende Treppe hinab in den ersten Stock ein gutes halbes Dutzend Zivilisten, die sich in entspannter Atmosphäre unterhalten oder auf den Stufen sitzen. Ebenso jedoch drei greise Kriegsveteranen - zwei mit rostigen Messern, der dritte mit einem Küchenbeil bewaffnet - die auf der Ebene am Fuß der Treppe auf euch zu warten scheinen und euch mit mordlüsternen Augen entgegen blicken. Die umstehenden Zivilisten scheinen keinerlei Notiz von dem Lumpenpack zu nehmen, stehen jedoch zumindest teilweise in eurer möglichen Schussbahn.
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Julius Johnsson
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Re: XI. Viel Wirbel um Ida

Beitrag von Julius Johnsson » Sonntag 30. September 2018, 16:16

[Probe STA: 07 --> -1 --> gS 48]

Julius eilt so schnell zur Tür dass er fast über seine eigenen Beine fällt. Er ist gerade am Türrahmen angelangt als er die Schüsse in seinem Rücken hört. Reflexartig dreht er sich daraufhin um und bereut es sofort als er das groteske Wesen erblickt. Zum Glück kann er seinen Blick lösen bevor das Grauen gänzlich von ihm Besitz ergreift. So schnell ihn seine Beine tragen sucht Julius daraufhin das Weite.
Der plötzliche Anblick der zivilisierten Gesellschaft ist da wie eine Erlösung und selbst die Veteranen erscheinen Julius gerade nicht mehr sonderlich bedrohlich. Auf eine Schiesserei hatte er trotzdem keine Lust und so probiert er etwas:

"Achtung, sie sind bewaffnet!" ruft er lautstark den umstehenden Leuten zu und deutet auf das Gesindel, gefolgt von einem "Haltet sie fest, es sind gesuchte Verbrecher!"

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Re: XI. Viel Wirbel um Ida

Beitrag von Dr. David Schmidt » Freitag 5. Oktober 2018, 15:15

[Probe: Sta: 79 Verlust: 7 gS neu: 47]

David folgt Julius und als er sich ebenfalls umdreht, bereut er es sofort, als er diesem Schattenwesen gewahr wird. Er erstarrt, es dauert einige Momente bis er sich dann doch der Flucht zuwendet. Dass sich dann die Szenerie wieder wandelt, sie also anscheinend wieder in der Vergangenheit sind, löst bei dem Arzt eine Art Panik aus, denn hier waren sie weder sicher noch zu Hause. Er atmet schwer und nun setzt die dritte Möglichkeit wie man einer gefahrvollen Situation begegnen konnte ein; Kampf. Ohne auf irgendwas zu achten stürzt er sich die Treppe hinunter in Richtung der Veteranen.
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Re: XI. Viel Wirbel um Ida

Beitrag von Gustaver von Feldess » Montag 15. Oktober 2018, 22:12

[Probe STA: 92 --> -4 --> gS 48]

Gustaver glaubt seinen Verstand zu verlieren. Schlagartig ist Danzig wieder da! Das bleiche Spiegelmonster. Zielonka. Die verzerrte Karikatur der Wirklichkeit in Gestalt eines Jahmarktes, scheinbar nur existent, um dem Wahnsinn eine Form zu geben. Dem Wahnsinn der ...

Unsichtbar?!
"Scheiße!!" Ein Schuss fällt. ... noch fünf in der Trommel. Dann noch einer. ... noch vier.

Gustaver rennt, stolpert vorwärts, fällt beinahe durch den Türrahmen und prallt gegen die jenseitige Wand. Keine Zeit zu verlieren - weiter. Hinter ihm kracht etwas Schweres gegen Holz. Ein Laut, der den Ermittler zu panischem Höchsttempo antreibt. Raus in den nächsten Flur, halb über eine Kommode stürzend, dann nach links zum Treppenhaus, den anderen hinterher ...

Etwas taucht neben dem Ermittler auf - der schwarze Mann ist gekommen! - erfasst ihn und reißt ihn von den Beinen ...
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