XI. Viel Wirbel um Ida

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Piotr Cebulski
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Re: XI. Viel Wirbel um Ida

Beitrag von Piotr Cebulski » Montag 15. Oktober 2018, 22:13

[gS unverändert 39]

Piotr weiß, wann es im Leben die Beine in die Hand zu nehmen gilt und er ergreift den sich eröffnenden Moment ohne den Hauch eines Zögerns. Die Alptraumgestalt bekommt er somit nicht zu sehen.

Als die Schüsse in seinem Rücken fallen, drängt er kurzzeitig an Julius und David vorbei, doch bleibt nach einigen Metern wieder stehen, um die beiden Herren vorbei zu winken und sich dann gemeinsam mit Isaak an ihre Fersen zu heften.

Jede Gruppe braucht schließlich auch jemanden, der in der Mitte geht!
"Wo Gewalt regiert, gibt es nur zwei Parteien. Die eine schreit öffentlich ja, die andere knirscht ingrimmig nein. Wo Freiheit waltet, gibt es tausend Meinungen."

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Der Mentor
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Re: XI. Viel Wirbel um Ida

Beitrag von Der Mentor » Montag 15. Oktober 2018, 22:39

Die Gäste drehen sich auf Julius' Ausruf hin zu euch um und starren wie die Ölgötzen die Treppe hinauf. Ob der Sinn seiner Worte ihre Hirne erreicht, wagt ihr allesamt zu bezweifeln. In jedem Fall bleiben erschrockene Ausrufe, schutzsuchende Reaktionen hinsichtlich der von den Veteranen ausgehenden Bedrohung oder Fragen zu euren Personen und eurem überstürzten Auftreten gänzlich aus. Münder öffnen und schließen sich stattdessen und Brauen werden gerunzelt, als betrachte man ein ausdrucksstarkes Gemälde. Jemand nimmt einen Schluck aus einem Champagnerglas ...

Die Veteranen entern derweil die Treppe - Stufe, für Stufe - einer vorweg, zwei weitere dahinter. Mit Messern und Äxten bis an die fauligen Zähne bewaffnet, drängen sie sich an den Zivilisten vorbei, welche sie einfach willfährig passieren lassen.

Nur wenige Meter trennen die Kontrahenten noch von einander: Julius und David an der Spitze, Isaak und Piotr dahinter und Gustaver vermutlich irgendwo oben, unweit hinter euch ... so jedenfalls hofft ihr.
"Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehn, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein." - F. Nietzsche, Aph. 146

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Julius Johnsson
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Re: XI. Viel Wirbel um Ida

Beitrag von Julius Johnsson » Sonntag 21. Oktober 2018, 16:34

Julius flucht kurz in sich hinein als er die Reaktion der Gäste wahrnimmt. Ein Blick in die Gesichter der niederträchtigen Unholde lässt ihn daraufhin sicher sein, dass hier etwaige Warnungen nicht mehr helfen werden. Ohne weiter an mögliche zivile Opfer zu denken legt Julius auf die heranstürmende Gruppe an und schiesst ohne zu zögern zwei mal. Ihn hat das sichere Gefühl ergriffen, dass nun jede Rücksichtnahme sein eigenes Leben gefährden würde.
Eilig lädt er daraufhin nach, während er sich leicht panisch nach seinen Gefährten umblickt.


[1.Probe SF: 47, 9 Sch; 2. Probe SF: 49, 19 Sch]

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Dr. David Schmidt
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Re: XI. Viel Wirbel um Ida

Beitrag von Dr. David Schmidt » Sonntag 28. Oktober 2018, 22:44

David wollte zwar gerade Hals über Kopf auf die Gruppe der Veteranen zurennen, als er gerade noch aus dem Augenwinkel mitbekommt, dass Julius schiessen wird. Der reine Selbsterhaltungstrieb lässt ihn nun innehalten, aber er ist bereit sollte einer der Veteranen ihnen zu nahe zu kommen, diesen mit seinen Fäusten in Empfang zu nehmen.

[sicherheitshalber hier auch gleich einmal zwei Boxen Proben: 1. 12 darüber, 2. 8 drunter]
"When in doubt, reach for the stars. That way you'll never come up short."

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Re: XI. Viel Wirbel um Ida

Beitrag von Isaak Silbermann » Donnerstag 22. November 2018, 09:58

[Probe STA: 25 --> -1 --> gS 47]

Isaak gelingt es irgendwie, auch im Angesicht des namenlosen Grauens die Nerven zu behalten. Möglicherweise mutet die gesamte Szenerie - ähnlich wie die Danziger Spiegelwelten - einfach zu surreal an, sodass tief verankerte Selbstschutzmechanismen greifen, um den Verstand des Herrenausstatters vor Schaden zu bewahren.

In jedem Fall eilt er den Herren Johnsson und Schmidt hinterher und hat nebenbei ein Auge auf Piotr.

Als sie das Treppenhaus erreichen und sich ein Kampf anbahnt, tastet eine Hand hektisch nach dem Rasiermesser in seiner Tasche, während er sich instinktiv schutzsuchend nach Gustaver umsieht. Doch dieser ist nicht zu sehen, vermutlich zurückgeblieben, oder Opfer eines Angriffs geworden?


"Piotr", bringt er hervor. Die Veteranen, schreiten derweil Stufe für Stufe die Treppe hinauf. Julius hebt seine Schrotflinte. Die Luft ist geschwängert von Adrenalin und auch David scheint bereit, seine Haut zur Not mit Fäusten zu verteidigen. "Wo ist Gustaver?" Ein Seitenblick offenbart, dass Cebulski Isaak trotz der Tatsache, dass er direkt neben ihm steht, nicht zu hören scheint. "Schockstarre", denkt er bei sich.

Was sollte er tun? Sekundebruchteile dehnen sich zu einer Ewigkeit, in der Angriff, Flucht oder Hilfe für den fehlenden Freund abgewogen werden.

Als die Schrotflinte dröhnend ihre erste Ladung in seinem Rücken entlädt, eilt Isaak Silbermann bereits die wenigen Treppenstufen zurück hinauf, um nach Gustaver zu sehen. Piotr musste sehen, wie er für den Augenblick zurecht kam.

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Re: XI. Viel Wirbel um Ida

Beitrag von Der Mentor » Donnerstag 22. November 2018, 10:14

Julius Johnsson wird den Augenblick niemals vergessen, in dem er ungeachtet der nahestehenden, arglosen Zivilisten seine Flintenmündung auf die Schurken richtet, den Hahn spannt und abdrückt. Ethisch-moralisch ist sein Tun in seiner eigenen Welt jenseits von gut und böse einzuordnen und er hofft innerlich auf Vergebung, beziehungsweise, dass all dies nur ein böser Traum sei.

Die kleinen Projektile schlagen Löcher in Fleisch und Knochen. Blut und Gewebefetzen spritzen auf und fliegen umher. Die Körper von mindestens drei Personen stürzen nach dem ohrenbetäubenden Knall die wenigen Treppenstufen hinab oder gehen an deren Fuße zu Boden.

Ein Rotschleier legt sich über Julius' Sichtfeld, zum Teil wohl Blut, aber zum Teil auch die kratzenden Klauen des Irrsinns: neben zwei Veteranen, die es schier vor seinen Augen zerreißt, bricht auch eine Frau im Hintergrund mit einem bestialischen Aufschrei zusammen.

Der dritte Veteran wirft sich schutzsuchend gegen die Wand, schiebt sich an seinen Kameraden vorbei und kassiert dabei möglicherweise auch vereinzelt Schrot. Doch dann ist er an David dran:

Der Psychiater versucht intuitiv seine Fußstellung zu optimieren, bleibt dabei jedoch an der Treppenstufe hinter sich hängen und schwingt einen rechten Haken durch die leere Luft. Der Veteran seinerseits stürzt sich in Reaktion einfach todesverachtend auf David, welchen sogleich ein scharfer, stechender Schmerz an der linken Schulter durchzuckt
[2 Punkte Schaden], packt ihn sich, verliert dabei jedoch selbst das Gleichgewicht und kippt rücklinks nach hinten.

Den überraschten Alienisten reißt er mit sich und beide stürzen in einem Knäuel von Extremitäten ein halbes Dutzend Treppenstufen hinab
[1 Punkt Schaden].

Unten klatscht Dr. Schmidt auf etwas weiches, warmes, feuchtes ... ein Körper ... überall Blut ... und sein Kontrahent, der neben ihm liegt und für den Augenblick ebenfalls benommen und orientierungslos scheint.
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Re: XI. Viel Wirbel um Ida

Beitrag von Dr. David Schmidt » Donnerstag 22. November 2018, 22:43

David war zwar Arzt, aber das war eindeutig zuviel Blut und vor allem zu nahe. Für einen kurzen Augenblick ist er starr vor Schreck und Ekel, mit einem ungläubigen Blick betrachtet er seine blutverschmierten Hände. Sein Puls rast und der Atem ist alles andere als gleichmässig.
Den Schmerz in der Schulter, aber auch mittlerweile am ganzen Körper nimmt er, dank des Adrenalins kaum wahr, aber doch stark genug, um zu wissen, dass er sicherlich nicht träumte. 'Und wenn du solche Träume hättest, hättest du auf jeden Fall ein Problem', meldet sich der analytische Teil seines Gehirns. Dafür hat dieser genug Zeit, denn die Entscheidungen wurden schon seit einiger Zeit von stammesgeschichtlich älteren Teilen getroffen und die hatten sich für Kampf entschieden.

Da war ein Kontrahent in der Nähe, ebenso kurz orientierungslos- es ging nun darum wer als erstes wieder handlungsfähig werden würde. David richtet sich halb auf und legt dann sein ganzes Körpergewicht in den nächsten Schlag.
[Boxen: 03; 36 unter dem Wert, möglicher Schaden: 2W3 +1W4 Ergebnis: 8 :) ]
Dabei merkt er, dass er einen sauren Geschmack im Mund hat, sein Magen kann mit der Situation auch nichts anfangen und fängt an zu rebellieren.
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Re: XI. Viel Wirbel um Ida

Beitrag von Julius Johnsson » Freitag 14. Dezember 2018, 22:21

Julius betrachtet fast ungläubig, jedoch mit weit aufgerissenen Augen und schweißnasser Stirn die blutige Szenerie. Während sein Körper die Realität, nein wohl besser das Gesehene scheinbar schon aufgenommen hat und sich mit all seinen Gliedern dagegen sträubt weigert sich sein Geist noch beharrlich selbiges zu tun. Den Betrachter erwartet so der schaurige Anblick eines von grausigen Flüssigkeiten beschmutzten, zitternden, panisch blickenden und mit einer Schrotflinte bewaffneten Julius.

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Re: XI. Viel Wirbel um Ida

Beitrag von Der Mentor » Donnerstag 27. Dezember 2018, 11:09

Davids Knöchel platzen teilweise unter der Wucht seines Schlages auf und der Alienist spürt die Vibration des Rückstoßes durch seinen gesamten Körper, als seine Physis mit den Gesichts- und Kieferknochen des ohnehin schon blutüberströmten Kontrahenten kollidiert. Etwas knirscht hässlich, noch mehr des roten Lebenssaftes spritzt auf und benetzt Dr. Schmidt's Gesicht und Hände. Der Kriegsveteran zuckt einmal, wie nach einem leichten elektrischen Schlag, dann erschlaffen seine Gliedmaßen und er bleibt mit dem Gesicht nach unten liegen.

Eine gefühlte Unendlichkeit von vielleicht zehn Sekunden verstreicht, in der niemand etwas sagt oder sich bewegt. Hektisch atmende Salzsäulen, steif vor Schreck und Furcht ...

... und in der Ferne das aufgeregte Gemurmel der Gäste im Erdgeschoss, welche Julius Schrotflintengesänge unmöglich überhört haben können?!

Ein anderes Geräusch, ein dumpfes Poltern reißt euch aus eurer Trance. Zweimal binnen weniger Sekunden, dann ertönt der Klang herbei eilender Schritte. Isaak Silbermann taucht am oberen Treppenende auf - kaltschweißig, bleich wie die Wand und mit heller Panik in seinen Zügen.
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Re: XI. Viel Wirbel um Ida

Beitrag von Isaak Silbermann » Donnerstag 27. Dezember 2018, 11:20

"Gustaver ...", platzt es aus seinem Mund, während er mit jedem Schritt drei Stufen auf einmal nimmt. "Wir müssen weiter ...", keucht er und passiert Piotr, welcher meint, dass dem Friseur gleich die Augen aus dem Kopf fallen müssen. "Wir müssen ... das beenden ...", ruft er Julius zu und seine Stimme überschlägt sich förmlich. "SCHNELL!!" Dann stürmt er an David und dem blutigen Haufen aus Toten und Verletzten vorüber. Beinahe rutscht er mit den glatten Sohlen seiner Herrenschuhe auf dem schlüpfrigen Untergrund aus, doch fängt sich noch rechtzeitig und eilt einfach weiter.

Was auch immer vor ihm liegt, konnte unmöglich schlimmer sein, als das, was sich an seine Fersen geheftet hat.

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Re: XI. Viel Wirbel um Ida

Beitrag von Dr. David Schmidt » Freitag 28. Dezember 2018, 16:09

David sieht kurz zu Isaak, dann an diesem vorbei, um zu sehen, ob Gustaver gleich ebenfalls hinabgestürmt kommt. Er sieht ihn nicht und sofort macht er sich Sorgen, da war dieses schreckliche Wesen gewesen....

Aber Silbermann hatte recht, das war das einzige was sie tun konnten- es fehlte ja auch nur noch ein Satz. Doch würde es gelingen? In all dem Irrsinn hatte David doch ein Muster ausgemacht. 1.Satz- Szene in der Vergangenheit- Rückkehr in die Gegenwart und 2. Satz- wieder Vergangenheit und Rückkehr und nun waren sie nach dem 3. Satz noch immer hier. Würde es denn gelingen, denkt er? Wahrscheinlich war es auch völlig unwichtig und er hatte nur verzweifelt etwas gesucht, dass Sinn machte und er hofft, dass er diesmal nicht recht behält.
Mittlerweile richtet er sich doch etwas mühsam auf, um Isaak zu folgen.
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Re: XI. Viel Wirbel um Ida

Beitrag von Julius Johnsson » Sonntag 30. Dezember 2018, 20:06

Das dumpfe Poltern lässt Julius jäh aufschrecken und ihn erinnern dass sie vor etwas am Fliehen waren, etwas unsäglich Grausamen. Sein Blick fällt auf den heranstürmenden Herrn Silbermann, derart in Panik hatte er ihn wohl noch nie gesehen. "Er hat recht, schnell weiter und es beenden ist das Beste was wir tun können!" meint Julius zu Dr. Schmidt während er ihm aufhilft. Bei den nächsten Metern versucht er lieber nicht so genau hinzusehen und sich ganz auf sein Ziel zu konzentrieren, trotzdem spürt er ein zunehmendes Würgen und der ekelhafte Geschmack von Erbrochenem macht sich bemerkbar.

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Re: XI. Viel Wirbel um Ida

Beitrag von Der Mentor » Mittwoch 9. Januar 2019, 09:36

Nur noch zu viert geht es weiter ins Erdgeschoss. Dort herrscht reges Treiben und auch hier scheint es, als wärt ihr mitten in einen Filmdreh hinein geplatzt, in dem jeder Akteur einerseits die Aufgabe hat, Teil einer illustren Abendgesellschaft zu sein und andererseits, so zu tun, als wärt ihr überhaupt nicht da. Jede Aktion, jeder Anrempler oder Tritt auf den Fuß eines Gastes löst befremdliche Reaktionen aus, so als sei euer Eingreifen in diese Szene erneut nicht vorgesehen und entsprechend kein Dialogtext dafür im Kopf des Gegenübers vorhanden.

Einzig die Veteranen machen euch erneut das Leben schwer. Einerseits sind sie langsam, träge und leicht auszutricksen, andererseits halten sich hier unten ein gutes halbes Dutzend von ihnen auf und versuchen euch zu packen, zu verspotten oder mit scharfkantigen Gegenständen zu attackieren, während ihr weiter in Richtung Aula drängt.


[jeder macht bitte eine Parade (entweder mit dem Wert der aktuell gezogenen Waffe oder dem höchsten Wert für eine Nahkampffertigkeit); falls diese misslingt folgt noch eine Probe Ausweichen. Sind beide Proben gescheitert, würfelt ihr euch bitte selber 1W4 Schaden durch eine Waffe eurer Phantasie und beschreibt, was genau euch auf dem Weg in die Aula widerfährt]
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Re: XI. Viel Wirbel um Ida

Beitrag von Dr. David Schmidt » Mittwoch 9. Januar 2019, 21:27

David gefällt das gar nicht, dass sie ohne Gustaver weiterrennen, aber andererseits ist das der einzige Weg dem Spuk, im wahrsten Sinne des Wortes, ein Ende zu bereiten. Trotzdem dreht er sich immer wieder um, in der Hoffnung Gustaver doch noch auftauchen zu sehen.

Es ist fast nebenbei, dass er die Reaktion der Festgäste auf ihre Anwesenheit bemerkt; bei einem seiner Blicke über die Schulter rempelt er unabsichtlich einen Herrn an. David entschluldigt sich sogleich automatisch, erntet aber nur einen verwunderten, oder ist es doch einfach nur einen leeren Blick. Unwillkürlich fragt er sich, ob sie nun wirklich in der Vergangenheit sind, oder ob sich einfach nur eine Szenerie wiederholt. In beiden Fällen ist kein Platz für die kleine Gruppe. Kurz fragt er sich auch, was passieren würde, wenn jemand von ihnen damals bei dem Fest dabei gewesen wäre. Würde es dann von dieser Person nun zwei geben und wie würde die Person aus der Vergangenheit auf ihren älteren Doppelgänger reagieren- wahrscheinlich gar nicht, denkt David.

In all diesem müssigen Rationalisieren des Irrationalen bemerkt der Irrenarzt gar nicht, dass sich ein Veteran langsam zu ihm hinbewegt. Wahrscheinlich weil dieser eben nicht bedrohlich und schnell auf ihn zukommt. Die abgebrochene Flasche die er in der Hand hält ist jedoch bedrohlich genug, besonders als er diese in Richtung David schwingt. Instinktiv möchte David die Flasche mit dem Arm abwehren und gleichzeitig einen Schritt zur Seite machen. Beides ist zu langsam und kann so nicht verhindern, dass sich die scharfen Kanten der Flasche in Davids linke Schulter bohren. Vor Schmerzen schreit David kurz auf und spürt schon das warme Blut, dass seine Kleidung durchtränkt. Schnell weiter, denkt er und sieht bereits schwarze Schleier vor seinen Augen, nur nicht zusammenbrechen. Mit dem rechten Arm stösst er mit mehr Verzweiflung und Wut als Kraft den Veteranen zu Seite. Es ist nun mehr ein Stolpern als ein Rennen in Richtung Aula....


[Parade Nahkampf/Boxen: 38 drüber, Ausweichen 28 drüber, Schaden: 4 --> sehr übel das Ganze]
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Re: XI. Viel Wirbel um Ida

Beitrag von Julius Johnsson » Samstag 12. Januar 2019, 17:29

Julius rennt wie in Trance durch das Gemenge und nimmt gar nicht wahr wie er dabei mehrere Personen umrempelt. Auch die Veteranen erscheinen nur verschwommen am Rande seines verengten Sichtfeldes und schaffen es nicht ihn zu treffen. Ganz wage nimmt er wahr dass irgendetwas gegen seine Flinte prallt, doch weder könnte er sagen was dies war noch wie genau er den vermeintlichen Angriff abgewehrt hat. Sein Geist kennt weiterhin nur einen Gedanken: So schnell wie möglich weiter!

[Parade Schrotflinte: 27 drunter]

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